Bürgermeister ist dort, wo Demokratie anfängt: volksnah, in die Gemeinde eingebunden, Ansprechpartner für Groß und Klein. In diesem Sinne machen sich die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden jedes Jahr aufs Neue auf den Weg, um den Schülerinnen und Schülern der Johannes-Kepler-Schule Rede und Antwort zu stehen.
Auch in diesem Frühjahr war es wieder so weit: Die Bürgermeister von Neuhof (Hr. Stolz), Flieden (Hr. Gärtner) und Kalbach (Hr. Bagus) besuchten die Johannes-Kepler-Schule, um den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in ihre Tätigkeit und die Arbeit innerhalb der Gemeinde zu vermitteln.
Nach einer kurzen Vorstellung ging es ans Eingemachte. Die Bürgermeister erläuterten, welche Aufgaben eine Gemeinde zu bewältigen hat, was verpflichtend ist und welche Tätigkeiten freiwillig erfolgen. Da konkrete Beispiele immer am eingängigsten sind, wurde die Sanierung des Freibads als Fallbeispiel herangezogen und aufgezeigt, welche Verantwortlichkeiten und Kosten mit diesem Prozess einhergehen. Herr Gärtner lobte zur Freude der Schüler die Feuerwehr aus Stork, die zu den besten Hessens zählt, und verschenkte abschließend Freikarten für das Freibad.
Ein anderer Dauerbrenner, der auch in diesem Jahr diskutiert wurde, war die Frage nach der Haldenabdeckung des Kalibergs. Dickschichtabdeckung oder nicht - das ist hier die viel diskutierte Frage, die die Gemüter erhitzt. Bleibt dieses Monument der Bergbaugeschichte in seinem schnöden weißen Gewand erhalten oder bekommt es eine grau-grün irdene Verbrämung aus geschreddertem Bauschutt? Fragen über Fragen, die die betreffenden Bürgermeister tapfer beantworteten, soweit ihnen dies möglich war.
Das Thema „Gemeinde - kommunale Politik“ ist ein breites Themenfeld, das in der Jahrgangsstufe 7 im Haupt- und Realschulzweig sowie im Gymnasialzweig behandelt wird. Auch die Frage nach den finanziellen Mitteln einer Gemeinde und wie diese eingesetzt werden, steht auf dem Programm.
Für die Schüler ist es eine Bereicherung, wenn sie etwas zu geplanten Gemeindeprojekten aus erster Hand erfahren und mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen. Zugleich erhalten die Bürgermeister Einblicke in die Interessen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen.