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Nüsttal Nachrichten
Ausgabe 17/2026
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Gemeinsame Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nüsttal 2026 (Berichtsjahr 2025)

hinten v.l.n.r.: GBI Stefan Hohmann, Lukas Laibach, Sophia Böttner, Elias Will, Martin Mihm, Andreas Heß vorne v.l.n.r.: Pascal Möller, BGMin Marion Frohnapfel, Johannes Vieth, Roman Fischer, Lara Landgraf, Michelle Jestädt, Owen Diehl, Michael Hohmann

Für 25-jährige aktive Dienstzeit erhielten Torsten Becker (2.v.r) und Marius Weber (2.v.l.) das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande.

v.l.n.r. BGMin Marion Frohnapfel, Paul Weber, Lukas Laibach, GBI Stefan Hohmann

 

Am 27. März 2026 fand die Gemeinsame Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Nüsttal statt. Gemeindebrandinspektor (GBI) Stefan Hohmann berichtete in seinem Jahresbericht 2025, dass der Einsatzabteilung am 31.12.2025 insgesamt 127 Mitglieder angehörten, davon 118 Männer und 9 Frauen. Dabei waren ein Neueintritt, vier Übertritte aus der Jugendfeuerwehr und drei Austritte zu verzeichnen. Die Ehren- und Altersabteilung bestand aus 12 Mitgliedern, die Jugendfeuerwehr aus 31 Jugendlichen (25 Jungen und 6 Mädchen) und die Kindergruppen aus 28 Kindern (19 Jungen und 9 Mädchen).

Von 57 Mitgliedern der Einsatzabteilung wurden insgesamt 29 Lehrgänge und 32 Seminare absolviert, darunter 20 Führungslehrgänge und –seminare. Hinzu kommen 23 Workshops bzw. Durchgänge durch die mobile Brandübungsanlage (Feststoffbrandcontainer) und 9 Online-Unterrichtseinheiten.

Erfreut zeigte sich Hohmann über die Anzahl der tauglichen Atemschutzgeräteträger, die bei der FF Nüsttal mit 46% der Mitglieder der Einsatzabteilung außerordentlich gut sei. Dabei appellierte er, nicht nur ausreichend neue Atemschutzgeräteträger auszubilden, sondern auch die vorhandenen Tauglichkeiten nicht leichtfertig preiszugeben. Dabei verglich er die Atemschutztauglichkeiten mit dem Führerschein: es bringe nichts, einen Führerschein zu haben, aber aus irgendwelchen Gründen nicht fahren zu dürfen. Genauso verhalte es sich mit den Atemschutzgeräteträgern: im Einsatzfall bringe es nichts, irgendwann einmal den Lehrgang absolviert zu haben, stattdessen sei die Erfüllung aller Tauglichkeitskriterien entscheidend, um bei Bedarf auch eingesetzt werden zu können.

Im Rahmen der Standortausbildung wurden 6.866 (Unterrichts-) Stunden Aus- und Fortbildung sowie 606 Stunden technischer Dienst (à 60 Minuten) verrichtet. Zeiten für Lehrgänge, Seminare, Workshops, Versammlungen, Sitzungen, sonstige Dienste oder Kameradschaftspflege seien in diesen Zahlen nicht enthalten.

In 2025 musste die Freiwillige Feuerwehr Nüsttal zu 7 Brandeinsätzen, 15 Hilfeleistungseinsätzen und leider auch zu 2 Fehlalarmen ausrücken. Bei diesen 24 Einsätzen mit insgesamt 26 Einsatzstunden waren zum Teil mehrere Ortsteilfeuerwehren mit insgesamt 198 Personaleinsatzstunden beteiligt.

Weiterhin berichtete der GBI unter anderem über die Teilnahme mehrerer Wettkampfmannschaften an den Hessischen Feuerwehrleistungsübungen auf Gemeinde-, Kreis-, Bezirks- und Landesebene, die Umstellung der Atemschutztechnik von Normal- auf Überdrucktechnik, die Teilnahme an einer Katastrophenschutz-Vollübung im Dammersbacher Forst, die Brandschutzerziehung in der Kita Silges, die Einweihung des Gerätewagen Logistik Hofaschenbach, die Gründung der Kinderfeuerwehr Gotthards, die Herbstübung in Silges, die Teilnahme an einer sog. „Heißausbildung“ des Bezirks IV in einem Feststoffbrandcontainer, die Revision der Freiwilligen Feuerwehr Nüsttal durch den Technischen Prüfdienst Hessen sowie den Sachstand im Rahmen der ersten Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes. Dabei dankte er allen Mitwirkenden für ihr Engagement.

Abschließend resümierte Hohmann, dass die Gemeinde Nüsttal in allen Ortsteilfeuerwehren die Vorgaben der Hessischen Feuerwehrorganisationsverordnung bezüglich der fahrzeug- und ausrüstungsbezogenen Personalstärke zzgl. Personalausfallreserve einhalten könne. Sowohl bei den Aus- und Fortbildungsaktivitäten als auch bei der Standortausbildung sei man gut aufgestellt und sehr aktiv.

 

 

Gemäß den Ergebnissen der Revision bestehen bei drei Feuerwehrhäusern bauliche Mängel, auf in angemessener Weise reagiert werden müsse. Mit den aktuell laufenden Planungen für den Um- bzw. Neubau des Feuerwehrhauses Gotthards sowie der Erweiterung des Feuerwehrhauses Hofaschenbach würden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Fahrzeuge, Ausrüstung und Geräte befänden sich durchweg in einem vorschriftsmäßigen Zustand.

Im Anschluss berichtete Gemeindejugendfeuerwehrwart Michael Vieth in seinem Jahresbericht über die zahlreichen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, bevor Bürgermeisterin Marion Frohnapfel und der Kreisbrandmeister des Bezirks IV Pascal Möller Grußworte an die Versammlung richteten.

Unter Tagesordnungspunkt „Ernennungen und Ehrungen“ wurden Lukas Laibach zum Brandmeister und Paul Weber zum Hauptbrandmeister ernannt.

 

 

Für besondere Leistungen im Ausbildungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr wurden Feuerwehrleistungsabzeichen an folgende Kamerad(inn)en verliehen: Elias Will (Eisen), Roman Birkenbach, Lukas Laibach, Owen Diehl, Marcus Dücker (jeweils Bronze), Michelle Jestädt, Sophia Böttner, Philipp Fritsch, Maximilian Roth, Johannes Schumacher, Roman Fischer (jeweils Silber), Martin Mihm, Jonas Abel (jeweils Gold), Johannes Vieth (Gold 5), Lara Landgraf (Gold 10), Michael Hohmann und Andreas Heß (jeweils Gold 15), siehe Titelbild.

Die Anerkennungsprämie des Landes Hessen für zehnjährige aktive Dienstzeit wurde an Julius Birkenbach-Berger, Magdalena Laibach, Stefanie Heß, Johannes Schumacher, Christoph Weber und Stephan Will verliehen. Daniela Becker, Ricardo Neumann, Marcel Mews, Thomas Trabert und Markus Weber erhielten die Anerkennungsprämie für 20 Jahre, während Bernd Heimeroth die Anerkennungsprämie für 30 Jahre erhielt (Titelbild der Ausgabe aus KW 15).