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Nüsttal Nachrichten
Ausgabe 22/2026
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Sanierung des Hochbehälters Linsberg

Wasserbehälter im März 2026

Wasserbehälter mit dem neuen Pultdach im April 2026

Der Hochbehälter Linsberg ist ein wesentlicher Bestandteil der Nüsttaler Trinkwasserversorgung. Die im Jahr 1968 errichtete Anlage verfügt über zwei getrennte Wasserkammern mit jeweils 125.000 Litern Fassungsvermögen und damit über ein Gesamtvolumen von 250.000 Litern.

Eine eigene Wassergewinnung besitzt der Hochbehälter nicht. Die Versorgung erfolgt über den tiefer gelegenen Wasserbehälter Riedweg in Hofaschenbach mit einem Speichervolumen von 400.000 Litern. Dort werden das Wasser des Tiefbrunnens Morles sowie die beiden Riedwegquellen gesammelt, aufbereitet, desinfiziert und anschließend teilweise zum Hochbehälter Linsberg gepumpt.

Der Hochbehälter dient der Druckerzeugung sowie der Trink- und Löschwasserbevorratung für rund 50 % des Ortsteils Hofaschenbach, für Mittel- und Oberaschenbach sowie für etwa die Hälfte von Haselstein. Damit stellt er einen wichtigen Knotenpunkt innerhalb der gemeindlichen Wasserversorgung dar.

Nach über 60 Jahren Betriebszeit wird der Hochbehälter nun umfassend saniert, um auch zukünftig eine sichere und hygienisch einwandfreie Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. Die Arbeiten haben im April 2026 begonnen.

Ein Teil der Maßnahmen wurde durch den gemeindlichen Bauhof in Eigenleistung durchgeführt. Hierzu zählen insbesondere die Erneuerung des Flachdachs, der Rückbau der alten Belüftungsschornsteine sowie die Herstellung eines neuen, nach Süden ausgerichteten Pultdachs. Die neue Dachfläche bietet perspektivisch die Möglichkeit zur Installation einer Photovoltaikanlage zur Unterstützung der Energieversorgung.

Im weiteren Verlauf der Sanierung wird jeweils eine Wasserkammer außer Betrieb genommen und durch Fachfirmen instandgesetzt. Dabei werden unter anderem die Betonflächen gereinigt, der Behälterboden erneuert, sämtliche Rohrleitungen durch Edelstahlleitungen ersetzt sowie moderne Be- und Entlüftungsanlagen mit Filtertechnik eingebaut. Zusätzlich werden Wände und Decken verstärkt und mit einer speziellen Beschichtung versehen. Türen und Öffnungen werden durch Edelstahlausstattungen ersetzt.

Nach Abschluss der Arbeiten erfolgen Befüllung und Trinkwasseruntersuchungen, bevor die jeweilige Kammer wieder in Betrieb genommen wird.

Abschließend erfolgt die Sanierung des Technikraums sowie die Erneuerung der Außenflächen. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für Dezember 2026 vorgesehen.

Mit der Sanierung wird die langfristige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in der Gemeinde Nüsttal gewährleistet.