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„So schön, so viele Menschen hier in Böbingen inmitten des 1250-jährigen Jubiläums zu begrüßen“, freute sich auch Ortsbürgermeister Stefan Werner. Es sei „wahnsinn“ was im Jubiläumsjahr los sei im Dorf und was die Bürgerinnen und Bürger zu leisten vermögen. Der Ortsbürgermeister lud die Gäste am heutigen Abend ein, in den Austausch und vor allem auch gerne im Laufe des Jubiläumsjahres etwa zur Kerwe oder zum Ackerbeben im September wieder nach Böbingen zu kommen.
Rede
Von den Weinbergen der Haardt im vergangenen Jahr ging es beim diesjährigen Verbandsgemeindetreff nun in die Felder des Gäus, so Salm. Unterschiedliche Landschaften, unterschiedliche Prägungen – aber eben eine gemeinsame Heimat.“ Von Böbingen aus richtete der Bürgermeister seinen Blick auf die ganze Verbandsgemeinde, die für Gastfreundschaft, Erholung und Lebensqualität stehe. „Wir schätzen, was unsere Heimat besonders macht: Die Weinberge entlang der Haardt, die Äcker und Felder des Gäus, die Wälder des Pfälzerwaldes, regionale Produkte, gelebtes Brauchtum, lebendige Feste und vor allem Menschen, die hier leben und arbeiten. Oft hören wir den Satz „Wir leben dort, wo andere Urlaub machen.“ Das sei ein Geschenk und Verantwortung zugleich. Die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft zu bewahren, die Vielfalt der Region zu erhalten und die hohe Lebensqualität zu sichern, sei unsere Aufgabe – für eine attraktive Verbandsgemeinde und attraktive Gemeinden, für Einheimische wie auch für Gäste. Seit Jahrzehnten, so der Bürgermeister, entwickle sich der Tourismus in unserer Verbandsgemeinde Edenkoben weiter. Was einst mit Wein, Weinfesten und den ländlichen Reizen der Südlichen Weinstrasse begann, sei heute ein vielfältiges Angebot aus Natur, Kultur, Genuss und aktiver Erholung. Wander- und Radwege, attraktive Ortsbilder, moderne Unterkünfte, kulturelle Angebote und Begegnungsorte seien entstanden und „davon profitieren nicht nur Gäste, auch für Menschen vor Ort, bedeuten diese Investitonen mehr Lebensqualität.“ Die touristische Wertschöpfung sei gewachsen, Arbeitsplätze wurden gesichert und neue Perspektiven für viele Betriebe geschaffen. Gleichzeitig habe sich das Reiseverhalten geändert: viele Menschen suchen heute authentische Angebote, Ruhe statt Hektik, Natur statt Beliebigkeit, regionale Produkte statt Massenangebote. Da Genuss, Landschaft und Nachhaltigkeit immer stärker zusammengehören liege genau darin die Chance für unsere Verbandsgemeinde – von der Haardt bis ins Gäu, betonte Salm. Naheliegend so auch das diesjährige Motto des Treffs: #nachhaltigertourismusverbindet.
Gesprächsrunde, Kleines Genussrätsel und Schaufenster der Genüsse
Was nachhaltiger Tourismus konkret bedeutet, wie es gelingt, die Natur- und Kulturlandschaft zu bewahren, die Lebensqualität vor Ort zu stärken und gleichzeitig unseren Gästen attraktive Angebote zu machen und was heute bereits getan wird, um unsere Verbandsgemeinde Edenkoben im Tourismus nachhaltig und zukunftsfähig weiterzuentwickeln, diesen Fragen ging Bürgermeister Daniel Salm gemeinsam mit ausgewiesenen Expertinnen nach.
Die Teilnehmerinnen der Runde waren Sabine Zwick, Geschäftsführerin des Vereins SÜW Edenkoben, Ute Seitz, zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin sowie Botschafterin des Biosphärenreservates Pfälzerwald und Susanna Singer, Pfälzische Weinprinzessin. Und so erfuhr das Publikum, dass die Gäste in unsere Genussregion kommen, weil „wir Pfälzer sind, wie wir sind“, dass das Biosphärenreservat eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung ist und dass nachhaltiger Tourismus auch mit nahbaren Winzern und Events erlebbar sei. Die Expertinnen gingen ebenso der Bedeutung von Regionalität und Genuss bei der Entwicklung von touristischen Angeboten nach. Dabei zählen die Kernkompetenzen mit Blick auf die gelebte Nachhaltigkeit für unsere Gäste wie auch für unsere Bürger, etwa auch wie die Gäste zu Veranstaltungen anreisen können und Führungen beispielsweise mit Quizfragen erlebbar seien oder aber wie sich der Wein inmitten der Wetterkapriolen weiterentwickelt und bewusster Genuss funktionieren kann. Und was die Zukunft betrifft: so gelte es sich im Tourismus weiterzuentwickeln, in Richtung neue Zielgruppen und Gästen, etwa mit Naturerlebnissen für Familien, dabei auf Qualität und nicht Quantität zu setzen sei wichtig, betonte Sabine Zwick. Ute Seitz lud Interessierte ein, Botschafter für das Biosphärenreservat zu werden und Susanna Singer ermunterte Winzer weiterhin offen zu sein für Neues und geänderte Wünsche zu berücksichtigen. Das Fazit des Bürgermeisters: „Nachhaltiger Tourismus verbindet, er lebt vom Miteinander verschiedener Akteure, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: die Stärke der Verbandsgemeinde Edenkoben, der Genussregion, sichtbar zu machen, ihre Besonderheiten zu bewahren und sie verantwortungsvoll in die Zukunft zu führen. Nachhaltiger Tourismus verbindet das, was Menschen in der Genussregion Edenkoben lieben: ihre Natur, ihre Kultur und ihre besonderen Genussmomente.“
Und Genussmomente hielten Stefanie Fuchs, Monika Böhnert und Susanne Göser vom Tourismusbüro des Vereins SÜW Edenkoben im „Schaufenster der Genüsse“ bereit. Im Garten des Dorfgemeinschaftshauses gab es die Möglichkeit, die Vielfalt der Verbandsgemeinde Edenkoben zu entdecken und zu kosten und miteinander ins Gespräch zu kommen. Bei einem kleinen Genussrätsel konnten die Gäste ihr Wissen über die Region testen. Die Auslosung der Gewinner und deren Bekanntgabe folgt.
Für das leibliche Wohl sorgten der Sportverein Altdorf-Böbingen und die Landjugend Böbingen. Bürgermeister Daniel Salm dankte allen, die sich in der Ortsgemeinde Böbingen zum Gelingen des Treffs einbrachten, auch dem DRK Ortsverein Edenkoben und der Feuerwehr Böbingen.
Zu guten Gesprächen, gemeinsamen Austausch lud Salm dann gemeinsam mit den Beigeordneten Eberhard Frankmann und Daniel Poth nach dem offiziellen Programm ein. Viele schöne Begegnungen, interessante Gespräche und vor allem genussvolle Momente bis tief in die Nacht machten den VGTreff einmal mehr zu einem besonderen Fest der Gemeinschaft.
Text und Bilder: Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben