Bei den Anwohnerinnen und Anwohner, die auf ihren Grundstücken gegen die Ameisen Tapinoma magnum kämpfen, macht sich allgemeine Erleichterung breit. In Altdorf, Böbingen, Edenkoben und Burrweiler haben die Behandlungen mit Kieselgur und Nematoden gewirkt. Der Befall der invasiven Ameisen wurde erträglich besser oder die Ameisen sind so gut wie weg. Auch aus Hainfeld kommen gute Nachrichten.
Was im Laufe des Jahres bei der Ameisenbekämpfung eingesetzt wurde: 2.500 Kilogramm Kieselgur und cirka zwei Hektar Grünflächen wurden mit Nematoden bekämpft. 287 Proben mit Ameisen wurden untersucht und bei 101 abgegebenen Ameisen handelte es sich um die invasive Art.
Erster Beigeordneter Eberhard Frankmann und Christian Weiller, der vor Ort die Ameisen bekämpft, ziehen ein erstes, vorsichtiges Fazit: „Die Kombination Nematoden und Kieselgur funktioniert, wenn man nur dranbleibt. Denn das A und O der ganzen Sache.“
Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Temperaturen sinken und die invasiven Ameisen werden wieder passiver. Daher wird Christian Weiller mit seinem Team voraussichtlich Mitte Oktober letztmals die mikroskopisch kleinen Fadenwürmer (Nematoden) auf befallene Stellen ausbringen. Kieselgur wird weiterhin, wenn auch weniger, eingesetzt werden – „wir sind hier sehr vom Wetter abhängig“, so Weiller. Wenn im neuen Jahr dann die Sonnenstrahlen wieder zu nehmen und die Temperaturen wieder steigen, werden die kleinen Tiere auch wieder aktiver werden. Dann gilt es erneut die Population der Ameisenart Tapinoma magnum wieder gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern einzudämmen.
Text: Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben, Bild: e-nema