Es ist (fast) vollbracht: Die Maßnahme in Großfischlingen, ein Teil des großen Projektes „Kaltenbach 2.0 – Kulturlandschaft mit Zukunft“, ist nahezu abgeschlossen.
Sie hatte das Ziel, die Bachaue durch die Anlage von Bypässen und flachen Mulden ökologisch aufzuwerten. Diese sind mit flachen Uferzonen versehen und so ausgebildet, dass sie lange wasserführend sind. Somit können sie potentiell Amphibien und Libellen als Laich- und Brutbiotope dienen. Weitere Maßnahmen bestehen in der Reduzierung des Gehölzaufwuchses sowie der Entbuschung des Restschilfes. Insbesondere kann sich durch die Wiedervernässung und gezielte Reduzierung des Gehölzaufwuchses der Schilfbestand stärker ausbreiten.
„Da der Kaltenbach in Trockenzeiten kein Wasser führt sind solche dauernassen Mulden sehr wertvoll“, so der Landschaftsarchitekt Kurt Garrecht, der die Maßnahme planerisch begleitet. Die angrenzenden Böschungsbereiche am Übergang zu den Lössriedeln werden mit einer Wiesenmischung angesät und können durch regelmäßige Mahd zu wertvollen, die Aue begleitenden Wiesen, entwickelt werden. Die Ansaat von Gräsern und Kräutern ist im Frühjahr geplant.
Bürgermeister Daniel Salm: „Ich bin beeindruckt in welch schneller Geschwindigkeit diese Maßnahme durchgeführt wurde und freue mich, wenn im Sommer die positiven Auswirkungen für die Natur- und Pflanzenwelt sichtbar werden.“
Das gesamte Projekt „Kaltenbach 2.0 – Kulturlandschaft mit Zukunft“ erstreckt sich über die gesamte Länge des Kaltenbachs, beginnend an der Quelle in Burrweiler und weiterführend über Flemlingen, Roschbach, Edesheim, Groß- und Kleinfischlingen, Freimersheim bis zum Übergang nach Freisbach und Gommersheim. Die Gesamtkosten sind mit 625.000 Euro angesetzt. Eine Förderung durch den Fördergeber Zukunft- Umwelt-Gesellschaft (ZUG) GmbH in Höhe von 500.000 sind in Aussicht gestellt. Der Eigenanteil beträgt 125.000 Euro.
Text und Bilder: Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben