Am vergangenen Sonntag informierte Matthias Möbs, Biberrevierverantwortlicher aus Ober-Mörlen, zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger bei schönem Wetter über die Entwicklungen an der Usa und Fauerbach. Der hohe Wasserstand der Usa hat in den letzten Wochen die Dämme der Biber zwischen Ludwigstraße und Hüftersheimer Mühle zerstört. Die Biberburg auf Höhe Adam-Geck-Straße Ecke Limesstraße liegt aktuell trocken und konnte gut besichtigt werden.
Während des Spaziergangs erläuterte Matthias Möbs das Verhalten und die Entwicklung der Biberlebensräume und ging auf mögliche Gefahrenstellen ein. Bürgermeister Mario Sprengel betonte die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde, während Matthias Möbs auf Photovoltaikanlagen entlang der Usa hinwies, die bei umstürzenden Bäumen ein Risiko darstellen.
Die Nähe der Biber zu den Anwohnern birgt großes Konfliktpotenzial. Die Gemeinde kann präventiv handeln, indem sie schützenswerte Bäume mit Draht ummantelt oder an gefährlichen Stellen Bäume fällt. Beide Maßnahmen sind bereits im Gange, was insbesondere auf der Seite der Gärten gegenüber der Adam-Geck-Straße zu Nachfragen führte, da dort viele Bäume gefällt wurden.
Bürgermeister Mario Sprengel erklärte dazu, dass gemeinsam mit Gartenbesitzern und Hessen Forst eine Bewertung der Bäume hinsichtlich der Verkehrssicherheit vorgenommen wurde. Die große Sorge besteht nicht nur darin, dass umstürzende Bäume Schäden verursachen könnten, sondern auch darin, dass weggespülte, große Äste an Brücken zu Schäden führen könnten.
Die Renaturierung der Usa hat bereits Fortschritte gemacht. Dennoch stellt der Rückschnitt der Bäume an der Biberburg einen erheblichen Eingriff dar und verdeutlicht, dass das Zusammenleben zwischen Mensch und Biber noch nicht optimal funktioniert. Da der Biber langfristig in Ober-Mörlen bleiben wird, müssen Gemeinde und Anwohner tragfähige Lösungen finden. Die SPD setzt sich dafür ein, dass ein langfristiges Konzept zur Entwicklung der Usa und der Fauerbach erarbeitet wird, um die Interessen der Anlieger, den Hochwasserschutz, die Renaturierung der Flüsse und den Schutz des Bibers zu berücksichtigen.
Ihr Vorsitzender des Ortsvereins
Theo Mielke