Noch einmal und diesmal abschließend wendet sich die Gemeindeverwaltung informierend an die Ober-Mörler Bürger, an Gartennutzer, Anlieger und Erholungssuchende im Bereich Usa zwischen Reitplatz und Ludwigstraßenbrücke, und an alle weiteren interessierten Leser:innen.
Da es sich bei dem Bereich um einen sogenannten FFH (Flora/Fauna/Habitat) Wald handelt, wurden zur Planung der notwendigen Verkehrssicherungsmaßnahme alle zuständigen Behörden beteiligt. Dabei handelt es sich an erster Stelle um die zuständige Fachbeauftragte Naturschutz vom Forstamt Weilrod, zuständig für die FFH Gebiete Eichkopf, Magertriften von Ober-Mörlen und eben auch die bachbegleitende Vegetation der Usa westlich der Ludwigstraßenbrücke, und zum anderen die Untere Wasser - sowie die Untere Naturschutzbehörde des Wetteraukreises.
Die Ziele der durch die Ansiedelung des Bibers akut notwendig gewordenen Verkehrssicherungsmaßnahme wurden gemeinsam während mehrerer Ortstermine erarbeitet. Der Vollständigkeit halber wird erwähnt, dass aber auch ohne diese Besiedelung durch den Biber viele der Bäume in keinem guten und v.a. innerhalb der Ortslage keinem stabilen Zustand mehr waren. Es liegt in der Natur eines Weichholzes wie der Weide, dass sie im Laufe der Jahre morsch und bruchgefährdet wird. Die Bäume waren im Zeitraum von 30 Jahren „durchgewachsen“, und also eben nicht „auf den Stock“ gesetzt. Die betroffenen Exemplare wurden durch die FN des Forstamtes Weilrod ausgewählt und im Spätherbst 2025 fachgerecht eingekürzt. Durch die Unwegsamkeit der bereits durch den Biber angestauten Bachparzelle (nein, unterhalb der Gärten befindet sich keine Wegeparzelle!) mussten einige der mächtigen Stämme im Bachbereich verbleiben, das Kronenholz war als Futter für den Biber dort belassen worden. Die Hochwassersicherheit war vor Beginn der Maßnahmen mit der Wasserbehörde abgeklärt worden. Weiterhin wurden durch die Anbringung von sog. „Drahthosen“ andere Bäume, die aktuell Habitate für Arten wie z.B. Spechte darstellen, präventiv vor Benagen und Fällen durch den Biber geschützt. Die gesamte Maßnahme wurde von der Verwaltung der Gemeinde Ober-Mörlen organisiert und bezahlt.
Für die kommende Vegetationsperiode wird erwartet, dass sich die verbliebenen liegenden Stämme der Weiden begrünen und so eine dichte Sukzession entsteht. Die hergestellten Kopfweiden werden in typischer Art ausschlagen, die Triebe werden im Laufe weniger Jahre erfahrungsgemäß bis zu vier Metern hoch. Was das Biberrevier in dem Bereich angeht, so ist die Gemeindeverwaltung, genau wie alle anderen, Zuschauer.