Die Diskussion um die Zukunft der Sport- und Kulturhalle hat in der Sitzung der Gemeindevertretung am 09.03.2026 eine wichtige Wendung genommen.
Durch die deutliche und sichtbare Präsenz vieler Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter – sowohl auf dem Schlosshof als auch im Sitzungsraum – wurde klar, welche Bedeutung dieses Thema für das gesellschaftliche Leben in Ober-Mörlen hat. Die angekündigte Demonstration sowie zahlreiche Protestankündigungen haben deutlich gemacht, dass die Vereinsvorstände von KG, MCC, SVO und TV/HSG geschlossen hinter ihren Anliegen stehen. Der Einsatz kam aus den Vereinen selbst und steht für das gemeinsame Interesse am Erhalt funktionierender Räume – nicht für den Erfolg einer einzelnen Partei.
Der von der CDU für 2026 beantragte Verkauf des Lekkerkerkplatzes wurde noch vor der Abstimmung von der CDU selbst wieder zurückgezogen. Damit wurde eine wichtige Grundlage geschaffen, um die Planungen für eine neue Sport- und Kulturhalle weiter sachlich zu beraten und die Interessen der Vereine weiterhin in den Mittelpunkt zu stellen.
Auch bei einem zweiten Punkt kam es zu einer wichtigen Korrektur. CDU und FWG hatten ursprünglich beantragt, die auf dem Lekkerkerkplatz stehende Usatalhalle ab dem 01.04.2028 abzureißen. Eine solche feste Frist hätte jedoch bedeutet, dass Vereine über mehrere Jahre ohne Sport- und Veranstaltungshalle dagestanden hätten.
Im Verlauf der Beratung wurde deutlich, dass diese Zeitplanung Wunschdenken war und einer realistischen Betrachtung nicht standhält. Vergleichbare kommunale Bauprojekte zeigen, dass Planung, europaweite Ausschreibungen, Förderverfahren und Bauzeit deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Diese Fakten haben schließlich überzeugt. CDU und FWG haben ihren ursprünglichen Antrag durch einen Änderungsantrag angepasst und die Frist nun an die Fertigstellung der neuen Sport- und Kulturhalle gekoppelt.
Gemeinsam mit den Vereinsvorständen und mit Unterstützung der SPD-Fraktion konnte so ein großer Schaden für das Vereinsleben in Ober-Mörlen abgewendet werden. Damit ist ein wichtiges Signal gesetzt: Die Bedürfnisse der Vereine müssen bei den weiteren Entscheidungen weiterhin im Mittelpunkt stehen.