Frank Jung und Hans-Josef Rauch betreuen seit über 10 Jahren während der Brutsaison die Nistkästen für die Turmfalken und Schleiereulen im Glockenturm der St.-Remigius-Kirche. Bislang haben die Vögel noch keine Eier gelegt. Behindert werden sie durch umtriebige Dohlen, die auch die Nistkästen für sich nutzen wollen und eifrig Nistmaterial eintragen. Meistens besteht das aus dürrem Reisig von Laubbäumen aus der unmittelbaren Umgebung. Aber auch Wäscheklammern, leere Bonbontüten und Plastikkordel halten die Vögel für geeignet. Neu und kurios ist, dass die Dohlen auch Aluminium sammeln. „Hupsi“ hat mindestens zehn Teile einer alten Fernsehempfangsantenne aus dem Nistkasten entfernt (siehe Foto). Mit den Nestbaukünsten der Dohlen ist es nicht weit her, aber auch die von uns geförderten Falken und Eulen geben sich keine große Mühe. Würden wir ihnen nicht ein Bett aus Einstreu anbieten, das jedes Jahr erneuert wird, so bestünden die Nester aus wenigen dürren Ästchen, die vor allen Dingen verhindern sollen, dass die Eier wegrollen. Nun warten wir gespannt auf die erste Eiablage.