Nach den vorliegenden Informationen der Gemeindevertretung entspannt sich die aktuelle Betreuungssituation zwar spürbar. Dennoch gehen wir weiterhin davon aus, dass im Neubaugebiet Schießhütte ein weiterer Kindergarten benötigt wird.
Der bisherige Beschluss der Gemeindevertretung sieht vor, auf dem Gemeindegrundstück in der Schießhütte einen Neubau zu errichten und dabei verschiedene Bauweisen wie Container- oder Modulbau zu prüfen. Aus unserer Sicht nimmt diese Prüfung jedoch zu viel Zeit in Anspruch. Deshalb setzen wir uns dafür ein, den Kindergarten direkt als dauerhafte Massivbau-Lösung zu planen und umzusetzen, statt weitere Zeit durch die Prüfung zusätzlicher Varianten zu verlieren.
Zusätzlich möchten wir die bisherigen Vergabekriterien für Kita-Plätze überarbeiten. Derzeit ist vorgesehen, die U3-Betreuung in der katholischen Kita durch Ü3-Gruppen zu ersetzen. Gleichzeitig sind jedoch weder die U3-Gruppen in der Gemeinde-Kita noch die Tagesmütter in Ober-Mörlen und Langenhain-Ziegenberg voll ausgelastet. Nach Auskunft des Gemeindevorstands in der letzten Gemeindevertretersitzung zeigt sich eine ähnliche Entwicklung auch in den umliegenden Kommunen.
Aktuell erhalten Kinder nur dann einen U3-Betreuungsplatz in den Kitas, wenn alle betreuenden Elternteile berufstätig sind und dies durch eine Arbeitgeberbescheinigung nachweisen können. Vor dem Hintergrund der spürbaren Entlastung möchten wir diese Priorisierung bei der Platzvergabe aufheben, damit der gesetzliche Anspruch aller Kinder auf einen U3-Platz künftig regulär berücksichtigt werden kann.