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Ober-Mörler Nachrichten
Ausgabe 34/2026
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SPD-Ortsverein Ober-Mörlen - SPD-Fraktion sieht Handlungsbedarf bei Wasserversorgung und Straßenbeiträgen

Mit lautem Knall und viel Rauch begann am 13.08.2026 die Gemeindevertretersitzung im DGH in Langenhain-Ziegenberg zeitgleich mit einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr. Wegen eines defekten Mikrofons mussten die Gemeindevertreterinnen und -vertreter ihre Beiträge mit lauter Stimme vortragen, um die laufenden Sirenen zu übertönen. Trotz heißer Temperaturen war die Sitzung von einer sehr kooperativen Atmosphäre geprägt.

Nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung beschlossen CDU, Grüne und SPD, kurzfristig Haushaltsmittel für die Asphaltierung des Radwegs R6 an den Steinwiesen bereitzustellen. Damit soll die Verbindung des Radwegs zwischen Langenhain-Ziegenberg und Ober-Mörlen verbessert werden. Die Enthaltung der FWG können wir allerdings gut nachvollziehen. Die SPD hätte diese Lösung gern zum Anlass genommen, die Straßenbeiträge in der Gemeinde grundsätzlich durch ein anderes Modell zu ersetzen. Der entsprechende FWG-Antrag liegt derzeit noch im Haupt- und Finanzausschuss und soll nun zeitnah beraten werden. Da lediglich eine oberflächliche Asphaltierung vorgenommen wird, werden die Anwohnerinnen und Anwohner nicht an den Kosten von rund 160.000 € beteiligt.

Auch der SPD-Antrag „Maßnahmenkatalog für die Verkehrssicherheit und Parkplatzsituation“ erhielt einstimmige Zustimmung. Voraussetzung ist, dass der Katalog zunächst der Gemeindevertretung vorgelegt wird, bevor der Gemeindevorstand erste Schritte einleitet. Unter dieser Auflage konnten alle Mitglieder der Gemeindevertretung dem Antrag zustimmen.

Besorgniserregend war die Antwort des Gemeindevorstands auf die SPD-Anfrage zur aktuellen Wassersituation. In den vergangenen trockenen Wochen musste der Wasserversorger OVAG die Fördermenge drosseln und die Gemeinden dazu aufrufen, Maßnahmen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs einzuleiten. Derzeit beschränkt sich die Gemeinde jedoch auf Informationen und Appelle zum Wassersparen. Erst wenn die Wasserampel auf Rot steht, kann sie im Rahmen der Gefahrenabwehr Maßnahmen wie Bußgelder bei Wasserverschwendung, Gartenbewässerung oder unangemeldeter Pool-Befüllung ergreifen. Aus Sicht der SPD-Fraktion besteht hier klarer Handlungsbedarf: Die Gemeinde muss auch präventiv wirksame Maßnahmen einleiten können.

Ihre SPD-Fraktion