Seit fast zwei Jahren könnte in unserer Gemeinde eine Stelle besetzt sein, die sich intensiv mit dem Thema Förderungen beschäftigt und damit Einnahmen für die Gemeinde generieren könnte. Besetzt wurde sie bis heute nicht. Der Bürgermeister hält sie für nicht erforderlich. Das sehen wir völlig anders.
In Ober-Mörlen stehen erhebliche Investitionen an. Die Finanzlage der Gemeinde ist, wie überall, angespannt. Daher gilt: Ob Fördermittel für Sportstätten, LEADER-Mittel für die ländliche Entwicklung oder zinsvergünstigte Darlehen für Kitas: Fördermöglichkeiten können den Gemeindehaushalt entlasten und Projekte überhaupt erst ermöglichen. Dass sich ein genauer Blick auf Fördermöglichkeiten lohnt, zeigt die neue Kita im Seniorenzentrum: Auf unseren Hinweis hin wurde ein zinsvergünstigtes Darlehen beantragt und inzwischen bewilligt.
Doch Förderprogramme müssen frühzeitig gefunden, Voraussetzungen geprüft und Fristen eingehalten werden. Genau dafür brauchen wir eine feste Zuständigkeit. Die Stelle soll Fördermöglichkeiten systematisch recherchieren, Fachbereiche bei Anträgen unterstützen und laufende Fördermaßnahmen begleiten. Sie könnte auch Vereine und örtliche Initiativen auf passende Programme aufmerksam machen.
Bislang wurden Förderprogramme mehrfach erst durch Hinweise aus der Gemeindevertretung bekannt – teils kurz vor Fristablauf. Wir wollen Förderchancen nutzen, bevor sie verstreichen.
In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung hat die FWG daher erneut den Antrag gestellt, die beschlossene Stelle endlich zu besetzen. Eine spätere Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen soll dabei ausdrücklich geprüft werden. Warum sollte Ober-Mörlen nicht selbst den Anfang machen und mit einem gut aufgestellten Fördermittelmanagement zum Vorbild für andere Kommunen werden?
Unser Antrag wurde angenommen. Wir erwarten nun, dass der Beschluss umgesetzt wird!