Gewerbegebiet Boschstraße
Ober-Mörlen braucht Entwicklungsmöglichkeiten für bestehende Betriebe und neue Unternehmen. Entscheidend ist aber nicht nur, ob neue Gewerbeflächen entstehen, sondern auch wo.
Für die SPD-Fraktion ist eine weitere großflächige Ausdehnung des Gewerbegebietes Boschstraße kritisch zu sehen. Das bestehende Gewerbegebiet liegt – von der Autobahn kommend – hinter dem Ort. Eine weitere Ausdehnung würde zusätzlichen Gewerbeverkehr in den Ortsbereich bringen. Hinzu kommt die Nähe zu bestehender Wohnbebauung. Auch die jüngste Beratung im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss hat gezeigt, dass eine weitere Ausdehnung des Gewerbegebietes in Richtung der bestehenden Wohnbebauung bei Anwohnerinnen und Anwohnern auf erhebliche Vorbehalte stößt.
Deshalb verfolgt die SPD-Fraktion einen differenzierten Ansatz: Zunächst sollen die noch unbebauten und nutzbaren Flächen im bestehenden Gewerbegebiet sowie im ersten Bauabschnitt ausgeschöpft werden. Darüber hinaus können wir uns eine begrenzte Entwicklung von Teilflächen des zweiten Bauabschnitts vorstellen – insbesondere im 2. Bauabschnitt Süd.
Eine darüber hinausgehende großflächige Erweiterung der Boschstraße sehen wir dagegen kritisch. Das gilt umso mehr, wenn sich im Zuge der Regionalen Flächennutzungsplanung Anfang 2027 eine realistische Perspektive für neue Gewerbeflächen vor dem Ort und in unmittelbarer Nähe zur A5 eröffnet.
Mit der Entwicklung von REWE und der Sport- und Kulturhalle „In den Weiden“ entsteht dort bereits wichtige Infrastruktur: Straßenanbindung, Zufahrten sowie Anschlüsse an Wasser, Kanal und Strom. Diese Infrastruktur kann langfristig auch für die weitere Entwicklung dieses Bereichs von Bedeutung sein.