Es ist eine langjährige Tradition, dass der Langenhainer Chor am Tag der Deutschen Einheit sein Mostfest ausrichtet, so auch in diesem Jahr.
Die Sängerinnen und Sänger hatten vielfältige Vorarbeiten dazu schon erledigt: Sie hatten Äpfel auf den Streuobstwiesen rund um das Dorf gelesen. Sie hatten Kartoffeln geschält, Kuchen gebacken und Marmeladen gekocht. Auch in diesem Jahr erhielten sie dankenswerterweise tatkräftige Unterstützung beim Äpfellesen von den Langenhainer und Ober-Mörler Konfirmandinnen und Konfirmanden.
Dann, am Morgen des Feiertags, wurde die Kelter im Hof des Dorfgemeinschaftshauses aufgebaut und der erste Most gekeltert. Zum Mittag hin trafen die ersten Gäste ein und probierten den frischen süßen Most. Bald darauf begann der Ansturm auf die selbstgemachten Kartoffelpuffer sowie auf Kartoffelsuppe und Apfelpfannkuchen. Schließlich öffnete auch die Kuchentheke. Jung und Alt machte es sich gemütlich und bildete eine fröhlich entspannte Runde. Auf diese Art in jeder Hinsicht gestärkt traten die Gäste dann am Nachmittag zufrieden den Nachhauseweg an, nicht ohne lobende Worte für Speis und Trank gefunden zu haben.
Tags darauf, am Erntedank-Feiertag, wurden wiederum lobende Worte an den Chor gerichtet, diesmal für seinen musikalischen Beitrag zum Erntedank-Gottesdienst. Die Sängerinnen und Sänger trugen mit Chorleiter Martin Bauersfeld drei Lieder vor, „Kommt mit Gaben und Lobgesang“, „Preis und Anbetung sei unserm Gott“ von Josef Gabriel Rheinberger aus der Zeit der Romantik sowie „Aller Augen“, ein Lied des frühbarocken Komponisten Heinrich Schütz – Musik, die das Thema des Feiertages kunstvoll zum Ausdruck brachte.