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Ober-Mörler Nachrichten
Ausgabe 5/2026
Vereine und Verbände
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77 und kein bisschen leise - KG Mörlau zündet Feuerwerk der guten Laune

Mit einer Lasershow und einem Meer aus Gardemädchen, Elferräten und Tollitäten starteten wir in unsere 1. Kostümsitzung. Bevor die Show unter dem Kampagnenmotto „Blau ist die Eul‘, schlau ist der Narr, KG Mörlau im 77. Jahr“ ihren Lauf nahm, bat Sitzungspräsident Severin Trier um eine Schweigeminute für Elvira Seipel. Das hochdekorierte KG-Urgestein war wenige Tage zuvor nach schwerer Krankheit verstorben. Sie habe sicher gewollt, dass ihr Verein die Fastnacht hochleben lasse.

So geschah es auch. Kaum hatten Seine Tollität Prinz Joachim I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Caroline I. (Joachim Reimertshofer und Caroline Beck) mit Hofstaat Achim und Sabine Glockengießer sowie Zeremonienmeister Hans Schneider das närrische Volk auf die Fastnacht eingeschworen und ihren neugestalteten Majestäten-Balkon erklommen, zündeten Tanzgruppen und Büttenredner ein gut vierstündiges Feuerwerk der guten Laune.

Mehrere Premieren fanden großen Anklang. Als blaue Eule nahm das neue Maskottchen (Rike Wielpütz) das Narrenvolk beim Eulentanz mit. Die Blue Diamonds tanzten sich schimmernd durch die Après-Ski-Bergwelt, Fynn Sauer und Christoph Modrey (beide 18 Jahre jung) wagten, am Präsidenten-Stuhl sägend, den Sprung auf die große Bühne und DJ Newhiller riss zu Schunkelrunden hin. Hoch oben auf dem Winterstein knüpfte Andrea Marx als Zenzi von der Alm nach wenigen Jahren Büttenabstinenz an ihre urgewaltigen Vorträge an.

Schwer bepackt machten sich die Büttenasse Bianca und Jenny Werner auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela, um festzustellen, dass die Anstrengung eher schmerzhaft denn meditativ verlief. Dass man in derselben Schüssel Füße und Wäsche waschen und daraus Sangria schlürfen kann, geriet zum praktischen Nutzwert ihrer „Tortour“.

Ganz in ihrem Element offenbarten die Jungs von Mörlau TV ihren neuen Streaming Channel mit dem Werbefrei-Plus. Mutter und Sohn (Maximilian Pursch und Marcel Epp) zappten durch einen erotischen Sportquiz mit Nils Arne Wielpütz alias Gina Gigabyte. Das naturwissenschaftliche Programm gestalteten die Forscher Max Sens und Nils Heinemann auf ihrer Erkundungstor zu schrillen Vögeln und stereotypen Sportspezies von SV und HSG (Nils Winkes, Marc Aletter).

Bevor die Teletubbies Marco Epp, Tom Heil und Kevin Kanschat die Flimmerkiste unsicher machten, sorgten Maxim Braslavsky und Sebastian Schaller im Seniorenprogramm für Freudentränen: In der um 30 Jahre gealterten Haut von Joachim Reimertshofer und Achim Glockengießer blickten sie genüsslich zurück auf ihre Zeit als Prinz und Hofmarschall. Die Halbzeitshow im Superbowl rockte Mörlau TV+ als Cheerleader. In der legendären Mini-Playback-Show mischte später die Mörlauer Spätlese die Narrhalla unter Beifall mit einem Genre-Mix zwischen Anke Engelke und Florian Silbereisen auf.

Begeisterungsstürme begleiteten die spektakulären Tänze auf der Showbühne. Die Mittlere Garde entführte mit Vaiana auf eine Südseeinsel, und die Sternschnuppen liefen im 44. Jahr ihres Bestehens mit einer ausgefeilten Choreografie zu Hochform auf: Einen Waldbrand konnte die Feuerwehr löschen, bevor Feuer und Wasser in ozeanblauer Einheit die Welt retteten. Im Diskofieber der 70er zeigte das Männerballett seine mitreißende Flower-Power, und nach dem Gardetanz zu Ehren Ihrer Tollitäten drehte die Große Prinzengarde im Steampunk-Outfit derart an der Uhr, dass Tänzerinnen und Tänzer mal in Zeitlupe und mal im Zeitraffer ihr Können zeigten.

Text/Bilder: A. Hausmanns

Weitere Bilder: www.kgmoerlau.de