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Ober-Mörler Nachrichten
Ausgabe 8/2026
Vereine und Verbände
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1. Karnevalsgesellschaft Mörlau - Galaktische Weiten: Weibersitzung der KG Mörlau düst durchs Weltall

Galaktisch war der Anblick mehrerer Hundert Raumfahrerinnen in der ausverkauften Narrhalla. Prinzessin Caroline und Hofdame Sabine verfolgten den Flug des Raumschiffs der „Weiber in Space“ mit dem Astronautinnenteam um Kommandantin Corinna Hülsmann von ihrer Loge aus. Etliche Raketenstarts gehörten zur spektakulären Weltraumfahrt durch die Weiten der Galaxien und Landungen auf den unterschiedlichsten Planeten, während DJ Rudi für Partystimmung sorgte.

Mit einem Tropfen Wehmut ging der Ausflug zur „Villa Kunterbunt“ einher: Nach fast 20 Jahren verabschiedeten sich die Pippi Langstrumpfs mit einem letzten Ritt auf ihren Steckenpferden vom Publikum mit dem Tote-Hosen-Hit „Schönen Gruß, auf Wiederseh‘n. Die Zeit mit euch war wunderschön, es ist wohl besser, jetzt zu gehen“.

Für die putzigen Waldtiere des Korsettgeschwaders machte die Space-Odyssey einen Stopp in heimischen Wäldern, wo der Jäger die Flinte beiseitelegt, um mit den Tieren Party zu machen. Weiter durchs All, traf man auf die glitzernden Aliens der Showgirls, und tatsächlich feierte ein Irdischer eine rauschende Alien-Hochzeit. Tief unterm Meer verzauberten die Kaktussis als Sirenen zwischen knallbunten Korallenriffen, Schwarzlicht machte die Illusion der Unterwasserwelt perfekt. Zum spektakulären Happyend eroberten sie eine von Tauchern gestohlene Riesenperle zurück.

Ganz in ihrem Feuer-und-Wasser-Element waren die Sternschnuppen, ebenso umjubelt wurden die Mittlere Prinzengarde mit Vaiana und die Große Prinzengarde als Wächter der Zeit mitten im Weltall. Abgehoben präsentierten sich die Jungs von Mörlau TV als Cheerleader, das Männerballett entledigte sich für die Zugabe im Discofieber sogar seiner Glitzerhemden.

Aufmerksam verfolgte die Narrhalla die szenischen Wortbeiträge. Bei den peinlichen Online-Einkäufen der Büttenasse Bianca und Jenny Werner gewann man unter Freudentränen den Eindruck, dass eine jede schon Werbeopfer wurde. Auf die große Weiberbühne schafften es die Nachwuchstalente Lelia Foglia und Emily Fonseca mit der Schilderung einer aus dem Ruder gelaufenen Hausparty. Die „Holy Aperoli“ Anna Karoline Schneider setzte sich für mehr Aperol-Beauftragte in der Gesellschaft ein, und Wechseljahr-Opfer Andrea Marx kam schon beim Gedanken an Alkohol oder Bewegung ins Schwitzen.

Schaurig schön: Männerabend lebt Motto: „Freitag, der 13.“

Schon die digitalen Gruselbilder im Foyer versprachen einen schaurig schönen Abend. Ein Hauch Halloween wehte durch die kreative Saaldekoration, und über die Bühne wehten Nebelschwaden.

Kaum traten aber die Tanzgruppen auf, machte sich, auch dank der Unterstützung durch DJ Rudi, Partystimmung breit. Unter Jubel zeigte das Männerballett einen vorbildlichen Gardetanz und wenig später einen elektrisierenden 70er-Jahre-Tanz in schrillem Neonoutfit.

In der „Villa Kunterbunt“ schnappten sich die Pippi Langstrumpfs ein letztes Mal ihre Steckenpferde, die „Sternschnuppen“ retteten im Widerstreit zwischen Feuer Wasser die Welt, die „Kaktussis“ becircten als Sirenen in schillernder Unterwasserwelt, die Showgirls entführten als Aliens zu einer Weltraumhochzeit und die Große Prinzengarde drehte bei ihrem atemberaubenden Showtanz für eine Zeitreise an der Uhr.

Mit ihrem erotischen Auftritt zogen die geschmeidigen „No Names“ in ihren Bann und Showmaster Jonny Bodenrocker rief zahlreiche ausgeloste Gewinner kleiner Preise auf die Bühne, die sie gerne in der „Bar des Grauens“ abholten.

Texte und Fotos: Annette Hausmanns