Am Freitag den 20.02. hatte der Bürgermeister zu einem Treffen zum Thema Sport- und Kulturhalle in den Rittersaal geladen, an dem Anja und ich (Thorsten) teilnahmen.
Der Einladung kamen insbesondere Vertreter:innen der Vereine TV, SV, HSG, sowie MCC und KG nach, die nochmals ihre jeweiligen Anforderungen an die Halle erläuterten. Dabei wurde nochmals deutlich, wie wichtig und dringend das Projekt ist.
Herr Andreas Schmitt vom Architekturbüro BLFP zeigte sehr inspirierende Beispiele von Hallen, die sein Büro geplant hat (Sport, Bürgerhäuser, Kombinationen) und dass man dabei heute ganz anders baut als früher, z. B. auch kleinere Räume für Fitness / Yoga, Leichtathletik und moderne Sportarten, 2-stöckige, lichtoffene Konzepte, oder auch eine in zwei Richtungen nutzbare Bühne zwischen einer kleinen und großen Halle war dabei, unterschiedliche Lösungen für Tribünen usw.
Folgendes kam für Ober-Mörlen heraus:
- Eine Sanierung der Usatalhalle ist endgültig vom Tisch. Sie wäre nicht billiger als ein Neubau, sondern potenziell sogar teurer. Eine eklatante Abweichung zur erst vor wenigen Monaten vom Bürgermeister vorgelegten Kostenschätzung von nur 2 Mio. für eine Sanierung der Usatalhalle.
- Die Halle müsste, wenn sie einmal „angefasst“ wird, bis auf die Mauern zurückgebaut werden. Dann müsste auch die Betriebsgenehmigung neu erworben werden, mit dem Risiko starker Einschränkungen.
- Die bisher kursierenden Grobskizzen für einen Neubau wären nach Herrn Schmitts Aussage etwa gleich teuer, zwischen 14 und 20 Mio. Er sagte aber auch, dass „design to budget“ möglich sei und es eine Lösung z. B. ab 8 Mio. geben könne. Die entscheidende Frage für die Kosten bei der Sporthalle sei, 1, 2 oder 3 Felder. 2 Felder + kleinere Räume / Nebenräume seien günstiger als 3 Felder.
- Für das Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten heißt das, dass ein Neubau zwar höchstwahrscheinlich förderfähig ist, allerdings ist das Programm stark überzeichnet, und das Timing schlecht, da in der nächsten Runde (Mai?) bereits fertige Planungen eingereicht werden müssten. Herr Schmitt empfahl, lieber Ausschau zu halten nach hoffentlich bald verfügbaren weiteren Förderprogrammen.
- Beim Neubau auf dem Grundstück „In den Weiden“ könne frühestens Ende 2027 mit dem Bau begonnen werden, Fertigstellung der neuen Halle Mitte bis Ende 2029.
- Die Erschließungskosten für „In den Weiden“ werden nur noch mit 1,4 bis 1,8 Mio. eingeschätzt. Ebenfalls stark abweichend von 3 Mio. in den Unterlagen, die uns zuvor vorgelegt worden waren.
- Möglich bleibt, Rewe den südlichen Lekkerkerkplatz zum Kauf anzubieten, allerdings darf der Abriss der Usatalhalle erst erfolgen, wenn die neue Halle benutzbar ist. Das ist nach Aussagen von Rewe dann etwa ein Jahr zu spät für den Umzug des Markts. Die Entscheidung, ob sie das Angebot trotzdem annehmen, liegt bei Rewe.
- Die Alternative Rewe ein Grundstück in den Weiden anzubieten, wäre erst möglich, nachdem der geplante Ankauf eines weiteren benachbarten Grundstücks und ein Flächentausch in trockenen Tüchern ist. Allerdings wäre der Markt dann weit weg vom Ortskern.
Es gibt also nun endlich Antworten und wohl auch eine klare politische Mehrheit für einen schnellstmöglichen Neubau in den Weiden, ein Verkaufsangebot an Rewe für den südlichen Lekkerkerkplatz und eine Entwicklung des nördlichen Lekkerkerkplatzes. Diese Einnahmen sind sehr wichtig, um den Hallenbau zu finanzieren. Auch wir können dieser Lösung einiges abgewinnen und werden sie unterstützen.
Viele Grüße
Ihre Grünen Fraktion