Titel Logo
Ortenberger Stadtkurier
Ausgabe 1/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Förderbescheid ermöglicht Rad- und Fußweg zu Konradsdorfer Schulen

Seit Jahren arbeitet die Stadt Ortenberg daran, die Rad- und Fußwegeverbindungen nach Konradsdorf zu verbessern. Die bevorstehende Landesgartenschau hat den Prozess nun deutlich beschleunigt: Ein Jahr nach Beginn der Planungen erhielt die Stadt einen Förderbescheid von Hessen Mobil. Ziel des Projekts ist der Rad- und Fußweg zwischen der Bundesstraße und den Schulen in Konradsdorf. Die Maßnahme ist wichtiger denn je: Die Verkehrssituation wird durch Busse, Eltern-Taxis und landwirtschaftliche Tätigkeiten in der Domäne geprägt, was eine erhöhte Gefährdung von Fußgängern und Radfahrern bedeutet. Zudem fehlen geschützte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

In der Vergangenheit hatte die Stadt dieses Problem mehrfach thematisiert. Die Umsetzung war aufgrund knapper Haushaltsmittel bislang nicht realisierbar, da der Bau der Wege von der Stadt selbst zu finanzieren gewesen wäre. Die voraussichtlichen Baukosten belaufen sich auf rund 710.000 Euro. Bürgermeister Markus Bäckel (FWG) hob bei Übergabe des Förderbescheids hervor, dass die Landesgartenschau wesentlich zur Förderung des Projekts beigetragen habe. Während des Runden Tisches zur Vorbereitung sei das Thema frühzeitig adressiert worden, wodurch die Planung schnell vorangetrieben wurde. Besonderen Dank richtete er an die Straßenbaubehörde Hessen Mobil für deren zügige Planung, Genehmigung und Förderzusage. Landrat Jan Weckler (CDU) betonte, dass die Landesgartenschau in der Region wirke und als Mosaikstein zur regionalen Entwicklung beitrage. Die Stadt erhält eine Förderung von 540.000 Euro, wodurch der Bau für Ortenberg überhaupt leistbar wird. Weckler hob zudem hervor, dass der neue Rad- und Fußweg sowohl die Gesamtschule Konradsdorf als auch die Erich-Kästner-Schule sicherer mache; der Wetteraukreis als Schulträger beteiligt sich mit 25.000 Euro an den Kosten geschützter Fahrradabstellplätze. Die Verbesserung der Verkehrssituation komme auch der denkmalgeschützten Klosteranlage in Konradsdorf zugute, deren Bedeutung leider nach wie vor unterschätzt werde. Weckler lobte die Hartnäckigkeit der städtischen Gremien unter Bürgermeister Bäckel und schloss Hessen Mobil ausdrücklich in das Lob ein. Die Leiter der Schulen begrüßten ausdrücklich die Rad- und Fußweganbindung, da sie die Verkehrssicherheit der Schülerinnen und Schüler erhöht.