Landwirte schlagen Alarm: Auch in Ortenberg landen immer mehr Plastikbeutel mit Hundekot auf Wiesen und Feldern. Was viele Hundehalter für ein schnelles Entsorgungs-Übel halten, ist für Kühe lebensgefährlich - und bringt auch das Futter in Gefahr. Ein kleiner Spaziergang durch die Natur, der Hund verrichtet sein Geschäft, das Häufchen wird brav mit einer Plastiktüte aufgesammelt. Doch wohin mit dem Beutel, wenn der nächste Mülleimer mehrere hundert Meter entfernt ist? Leider findet so mancher Kotbeutel dann den Weg ins hohe Gras einer Weide oder an den Rand eines Futterfeldes - frei nach dem Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Doch genau hier beginnt ein massives Problem für Mensch und Tier. Denn Wiesen und Felder sind keine wilden Grünflächen, sondern die Existenzgrundlage der Landwirte. Wird das Gras gemäht, um daraus Silage oder Heu für den Winter herzustellen, zieht die Erntemaschine alles mit ein - auch die gedankenlos weggeworfenen Plastiktüten. Werden die Plastikbeutel vom Mähwerk zerkleinert, gelangen sie ins Futter. Fressen Kühe die unverdaulichen Plastikteile, drohen ihnen schwere Magen-Darm-Erkrankungen oder sogar ein qualvoller Darmverschluss. Außerdem können im Hundekot Parasiten enthalten sein. Nimmt eine tragende Kuh diese Erreger über verunreinigtes Futter auf, kann dies zu Fehlgeburten oder Totgeburten führen. Auch in Ortenberg sind schon zwei Kühe auf diese Weise gestorben. Darum geht der Appell an alle Hundehalter: Hundehaufen bitte grundsätzlich von Wiesen und Feldern entfernen - und die Kotbeutel dann in Mülleimern entsorgen und nicht einfach in die Wiese oder an Feldränder werfen, wo sie zur Todesfalle für Kühe werden können oder die Ernte verunreinigen.