Reims/Petersberg. Für die Französischschülerinnen und -schüler der 10. Klasse der Konrad-Adenauer-Schule in Petersberg ging es vom 11. bis 13. März 2026 auf eine besondere Studienfahrt nach Reims in Frankreich. Drei Tage lang konnten sie die zweite Fremdsprache direkt vor Ort anwenden - und dabei eine der geschichtsträchtigsten Städte Frankreichs kennenlernen.
Bereits am Mittwochmorgen machte sich die Gruppe auf den Weg Richtung Frankreich. In Reims angekommen, wartete gleich eine Fotochallenge auf die Gruppe: In kleinen Teams zogen die Schülerinnen und Schüler durch die Stadt und versuchten, stadttypische Motive zu finden und kreativ festzuhalten. Dabei kamen sie immer wieder mit Einheimischen ins Gespräch - natürlich auf Französisch. Für viele war es zunächst eine Überwindung, doch schnell zeigte sich, wie hilfreich der Unterricht gewesen war: Die Jugendlichen meisterten ihre Gespräche souverän und hatten sichtbar Spaß daran, ihre Sprachkenntnisse in echten Situationen auszuprobieren.
Auch kulturell hatte die Fahrt einiges zu bieten. Bei einer Stadtführung durch Reims lernten die Schülerinnen und Schüler viel über die Geschichte der Stadt. Reims gilt als eine der bedeutendsten historischen Städte Frankreichs: In der berühmten Kathedrale Notre-Dame de Reims wurden über Jahrhunderte hinweg zahlreiche französische Könige gekrönt. Zudem setzten vor der Kathedrale Konrad Adenauer, der Namenspatron unserer Schule, und Charles de Gaulle im Jahr 1962 mit ihrem gemeinsamen Messebesuch ein starkes Zeichen der Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich nach den beiden Weltkriegen. Neben der Kathedrale konnten die Jugendlichen weitere Sehenswürdigkeiten entdecken, darunter den römischen Triumphbogen Porte de Mars, den Place Drouet d’Erlon mit seinen zahlreichen Cafés und Restaurants, den historischen Palast Palais du Tau, das beeindruckende Gebäude der Opéra de Reims sowie das prächtige Hôtel de Ville, das Rathaus der Stadt.
Zeit für gemeinsame Aktivitäten durfte ebenfalls nicht fehlen. Ein Bowlingabend sorgte für sportlichen Ausgleich und gute Stimmung. Am nächsten Abend traf sich die Gruppe zu einem Spieleabend, bei dem die Gewinner der Fotochallenge gekürt wurden. Die kreativen Bilder sorgten für viele Lacher und zeigten, wie aufmerksam die Schülerinnen und Schüler ihre Umgebung erkundet hatten. Ein besonderes Erlebnis war außerdem der Besuch der Markthalle Les Halles, wo die Jugendlichen einen Eindruck vom französischen Alltagsleben bekamen. Zwischen regionalen Produkten, frischem Obst, Käse und Spezialitäten konnten sie typische französische Marktstände entdecken. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung der Fabrik Maison Fossier, in der die berühmten „Biscuits Roses de Reims" hergestellt werden. Diese rosafarbenen Kekse sind eine Spezialität der Region. Natürlich durfte auch eine Kostprobe nicht fehlen.
Nach drei abwechslungsreichen Tagen trat die Gruppe am Freitagnachmittag die Rückreise an und kam am Freitagabend wieder in Petersberg an. Die Studienfahrt war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Besonders beeindruckend war zu sehen, wie mutig die Schülerinnen und Schüler ihre Französischkenntnisse einsetzten und immer selbstbewusster mit Menschen vor Ort kommunizierten. Neben vielen neuen Eindrücken und spannenden Erlebnissen nahmen sie vor allem eines mit nach Hause: die Erfahrung, dass Sprachenlernen in der Praxis besonders viel Spaß macht.