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Amtsblatt Blickpunkt Petersberg
Ausgabe 38/2026
vhs- Kreis- und andere Nachrichten
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Nils Milde WM in Daegu

Erfolgreiche WM in Daegu

Mit drei Starts und drei starken Ergebnissen im Gepäck kehrt der Steinauer Nils Milde von den Masters-Weltmeisterschaften der Leichtathleten aus Daegu in Südkorea zurück. Besonders über 3000 Meter Hindernis sorgte der Läufer des Hünfelder SV für einen herausragenden fünften Platz in der Altersklasse M50.

Das Hindernisrennen war dabei von Beginn an als Höhepunkt der Reise geplant. Bei großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit entwickelte sich ein äußerst anspruchsvoller Wettkampf. Milde lief von Beginn an taktisch klug, hielt sich zunächst hinter den favorisierten Läufern und orientierte sich an einem französischen Konkurrenten. Während ein als deutlich stärker eingeschätzter peruanischer Läufer im Rennverlauf zurückfiel, konnte der Steinauer das Tempo des Franzosen bis in die Schlussphase mitgehen.

Auf den letzten 600 Metern wurde das Rennen noch einmal richtig schnell. Auch den letzten Angriff seines Konkurrenten konnte Milde mitgehen und setzte nach dem letzten Wassergraben noch einmal zum Sprint an. Am Ende stand Platz fünf in 11:03 Minuten - für den 51-Jährigen ein Ergebnis, mit dem er mehr als zufrieden war.

„Das war genau das Rennen, das ich mir vorgenommen hatte. Ich wollte nicht von Anfang an überziehen, sondern meine Kräfte einteilen und sehen, was am Ende noch geht“. Die Bedingungen machten das Rennen zu einer enormen Belastungsprobe. Nach dem Zieleinlauf war er völlig erschöpft, hatte aber allen Grund zur Freude.

Damit war die WM jedoch noch nicht beendet. Nur wenige Tage später hatte Nils Milde seinen Einsatz für die deutsche 4×100-Meter-Staffel der M50. Nach einem langen und durch die Hitze zusätzlich belastenden Wettkampftag gelang der Staffel ein fünfter Platz.

Zum Abschluss stand noch der 5000-Meter-Lauf auf dem Programm. Bei erneut rund 29 Grad, hoher Luftfeuchtigkeit und einem durch Regen komplett nassen Belag lief Nils Milde ein taktisch sehr kontrolliertes Rennen. Mit nahezu konstanten Rundenzeiten hielt er sich lange zurück, bevor er auf den letzten 600 Metern deutlich beschleunigte. Dabei konnte er gleich mehrere vor ihm liegende Läufer noch überholen.

Mit 18:41,26 Minuten wurde er Zweiter seines Laufes und belegte in der Gesamtwertung aller Zeitläufe einen starken zwölften Platz.

Drei Starts, ein fünfter Platz im Hindernislauf, Platz fünf mit der Staffel und Platz zwölf über 5000 Meter - eine Bilanz, die Nils Milde so vor der Reise selbst nicht unbedingt erwartet hatte. „Das Hindernisrennen war natürlich mein großes Ziel. Aber dass dann auch die Staffel und die 5000 Meter so gut funktioniert haben, macht die gesamte WM für mich zu einem ganz besonderen Erlebnis.“

Nach der Rückkehr steht nun zunächst die Erholung im Vordergrund. Danach soll es ohne großen Zeitdruck mit einem kontinuierlichen Trainingsaufbau weitergehen. Denn eines hat die WM in Daegu eindrucksvoll gezeigt: Auch mit 51 Jahren ist noch einiges möglich.