Im Rahmen des Kulturprogramms der Gemeinde Petersberg hat Ewald Scheich Anfang September rund 50 Gäste im Rathaussaal Petersberg in die 13 deutschen Weinanbaugebiete.
| Rheinhessen: | ca. 27.500 ha (Größtes Anbaugebiet) |
| Pfalz: | ca. 23.800 ha |
| Baden: | ca. 15.800 ha |
| Württemberg: | ca. 11.400 ha |
| Mosel: | ca. 8.800 ha |
| Franken: | ca. 6.100 ha |
| Nahe: | ca. 4.200 ha |
| Rheingau: | ca. 3.100 ha |
| Saale-Unstrut: | ca. 750 ha |
| Ahr: | ca. 540 ha |
| Sachsen: | ca. 490 ha |
| Mittelrhein: | ca. 460 ha |
| Hessische Bergstraße: | ca. 450 ha (Kleinstes Anbaugebiet) |
Der Referent gab dabei in launiger Weise allerhand Informationen, aber auch Kuriositäten über die Anbaugebiete weiter. So gibt es in Hessen zwar mit der Hessischen Bergstraße un
d dem Rheingau zwei Weingebiete, Rheinhessen hingegen hat mit dem heutigen Bundesland gar nichts zu tun, sondern geht auf die Geschichte des Adelshauses Hessen-Darmstadt zurück. In Württemberg, wo vor allem rote Trauben angebaut werden, ist der Pro-Kopf-Konsum des Rebensaftes deutlich höher als im Rest von Deutschland.
Scheich ging gekonnt auf die Unterschiede und Besonderheiten zwischen den einzelnen Anbaugebieten ein. Dem Zitat Ernst Jüngers „Nichts macht mit der Landschaft vertrauter als der Genuss der Weine, die auf ihrer Erde gewachsen und von ihrer Sonne durchleuchtet sind“ konnten nach dem Vortrag wohl alle Zuhörer ohne Zweifel zustimmen. Abgerundet wurde der gelungene Abend durch einen Schoppen Rheingauer Riesling, der vom Petersberger Unternehmer Matthias Heurich gesponsert wurde.
Der nächste Vortrag von Ewald Scheich ist für den 30. April vorgesehen. Dann wird es unter dem Motto „Fuldas Juwel im Rheingau“ wieder lokalhistorischer.