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Amtsblatt Blickpunkt Petersberg
Ausgabe 41/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Neuer Geh- und Radweg an der K165 schließt Lücke zwischen Marbach und der B27

Mit dem Neubau eines rund 325 Meter langen Geh- und Radweges entlang der Kreisstraße K165 ist eine langjährige Lücke im regionalen Radwegenetz geschlossen worden. Die Strecke verbindet den Ortsteil Marbach künftig sicher mit dem von Hünfeld kommenden Radweg an der Bundesstraße B27 und bindet den Ort an den Haunetal-Radweg an. Die Bauarbeiten begannen am 16. Mai 2025. Am 2. April 2026 wurden der Weg und die Fahrbahn für den Verkehr freigegeben. Die Baufertigstellung erfolgte am 28. August 2026, und eine förmliche Bauabnahme wurde am 30. September 2026 durchgeführt.

Grundlage für das Projekt war ein 2019/2020 vom Landkreis Fulda und den Gemeindegremien Petersberg gemeinsam beschlossenes Radwegekonzept. Es sah vor, den bestehenden Gehweg aus der Ortslage Marbach zu verbreitern und außerorts entlang der K165 bis zur B27 fortzuführen, um Fußgängern und Radfahrern eine durchgängige und sichere Verbindung zu bieten. Auf dieser Grundlage vereinbarten Gemeinde und Landkreis die Bildung einer kommunalen Arbeitsgemeinschaft; im August 2021 beauftragte der Landkreis Fulda den Landesbetrieb Hessen Mobil mit der Planung und Umsetzung.

Herausforderung: Hangsicherung und neue Radverkehrsstandards

Ursprünglich war lediglich eine Verbreiterung des vorhandenen Gehweges auf die vorgeschriebene Mindestbreite von 2,50 Metern für einen gemeinsamen Geh- und Radweg vorgesehen. Bereits in dieser Phase zeigte sich, dass Eingriffe in den angrenzenden Hang notwendig würden, wofür ursprünglich eine rund einen Meter hohe Stützmauer, etwa als Gabionenwand, geplant war.

Im weiteren Planungsverlauf mussten die neuen „Hessischen Qualitätsstandards und Musterlösungen für den Radverkehr“ berücksichtigt werden, die das Land landesweit verbindlich vorschreibt. Dies erforderte unter anderem eine drei Meter breite Querungshilfe an der K165, über die Radfahrende aus der Ortsdurchfahrt Marbach geschützt auf den gegenüberliegenden, hangseitigen Geh- und Radweg geleitet werden. Zusätzlich schrieben Verkehrsbehörde und Fachdezernat Sicherheitsabstände von 0,50 Metern zur Fahrbahn und 0,30 Metern zur Stützmauer vor. In der Summe erhöhte sich dadurch der Eingriff in den Hang auf einer Länge von etwa 60 Metern um 3,05 Meter in der Breite - mit entsprechenden Auswirkungen auf Höhe und Bauweise der Stützkonstruktion sowie auf die Statik der angrenzenden Gemeindestraße „Am Hang“. Diese zusätzlichen Anforderungen waren Voraussetzung für die Bewilligung der Fördermittel und trugen zusammen mit gestiegenen Material-, Energie- und Lohnkosten wesentlich zu Mehrkosten des Projekts bei.

Im Zuge der Bauarbeiten wurden zudem Kanal-, Kabel- und Beleuchtungsarbeiten durchgeführt. Der neue Geh- und Radweg wurde mit Pflastersteinen im Format 20/10/8 Zentimeter in der Farbe „Rustikalrot“ ausgeführt. Die Bauarbeiten erfolgten unter Vollsperrung der K165. Der Verkehr wurde während der gesamten Bauzeit weiträumig über die B27 bis zur Abfahrt Marbach-Süd umgeleitet; die Umleitungsstrecken waren entsprechend ausgeschildert.

Finanzierung

Das Vorhaben wurde über die Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität unterstützt. Aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“ wurden 65 Prozent der Gesamtkosten gefördert. Da es sich um einen sogenannten Herstellungsradweg entlang einer Kreisstraße handelt, übernimmt der Landkreis Fulda den nicht durch Fördermittel gedeckten Kostenanteil vollständig.

Die Baukosten (brutto) verteilen sich wie folgt:

Land Hessen: 655.800 Euro, Landkreis Fulda: 353.200 Euro, Gesamtkosten: 1.009.000 Euro.

Die gemäß Zuwendungsbescheid veranschlagten Kosten der Gemeinde wurden nicht überschritten.

Mit der Fertigstellung steht Fußgängern und Radfahrenden nun eine durchgängige, sichere Wegeverbindung zwischen Marbach und der B27 zur Verfügung - ein wichtiger Baustein für die Alltagsmobilität in der Gemeinde Petersberg.