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Poppenhausener Nachrichten
Ausgabe 35/2023
Vereine und Verbände
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Dem Mauersegler fehlen Nistplätze und Nahrung

Der Mauersegler zählt zu den Zugvögeln. Sein ganzes Leben spielt sich im Flug ab, nur für die Brutzeit sucht er für längere Zeit das Nest auf. In Hessen fehlt es allerdings an Nistmöglichkeiten.

Zudem beeinflusst der Klimawandel das natürliche Zug- und Flugverhalten der Mauersegler massiv. In Deutschland gilt normalerweise der Zeitraum von April bis zum Spätsommer als Brutzeit. In dieser Zeit hat man die Vögel hierzulande beobachten können, bevor sie sich zum Überwintern nach Afrika verabschiedeten.

Mauersegler in Hessen finden zunehmend weniger Nahrung

Nun wird allerdings eine Veränderung beobachtet: Die Mauersegler fliegen einige Tage früher ab und kommen zwei Wochen eher zurück. Temperaturschwankungen und Wetterwechsel seien die Gründe dafür. Der innere Rhythmus der Vögel gerät dadurch durcheinander. In der Folge verirren sich die Tiere auf ihren Flügen in den Süden. Die Vögel, die man an den schwarzen Federn, dem gebogenen Schnabel und ihren schrillen “Sriih-Sriih„-Lauten erkennt, fliegen ins Warme, sobald sie weniger Nahrung finden und die Dunkelheit früher einsetzt.

Um ihnen hierzulande vermehrt Nahrung und Nistmöglichkeiten zu bieten, empfiehlt es sich, nicht zu oft den Rasen zu mähen, einen naturnahen Garten anzulegen oder Nistkästen am Haus anzubringen. Im Zuge von Renovierungen, Neubauten und zunehmender Bebauung von Flächen, fehlen Hohlräume, in denen die Vögel ihr Nest bauen können. Laut Nabu nehmen sie die provisorischen Nisthilfen gut an. Mauersegler sind treu und kommen Jahr für Jahr an ihren Brutplatz zurück.

Wenden Sie sich bei Rückfragen gerne an:

Dr. Kathrin Kaltwaßer

Tel.: 06441-67904-18