Endlich - in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurde eine richtungsweisende Entscheidung getroffen: Das Dorfgemeinschaftshaus soll auf dem Gelände des Schwimmbads entstehen. Damit endet eine mehrjährige Diskussion über den geeigneten Standort für einen zentralen Treffpunkt.
Das Thema Dorfgemeinschaftshaus stand in den vergangenen Jahren immer wieder auf den Tagesordnungen im Ausschuss oder im Gemeinderat. Unterschiedliche Varianten wurden geprüft, Vor- und Nachteile abgewogen. Es wurden intensive Gespräche mit den Vereinen, Ratsmitgliedern und auch dem neuen Pächter im Bergmannsheim Maik Ferber geführt. Zuletzt standen zwei konkrete Optionen zur Entscheidung: das Bergmannsheim sowie das Gelände am Schwimmbad. Diesbezüglich wurden nach mehrheitlicher Entscheidung des Gemeinderates 2 Machbarkeitsstudien beauftragt.
Ursprünglich stand zu Beginn auch die Idee im Raum, das alte Pfarrhaus als möglichen Standort zu entwickeln. Diese Lösung wäre meine favorisierte gewesen, da hier die Ortsmitte gestärkt worden wäre und ein besonders zentral gelegener Treffpunkt hätte entstehen können. Der geplante Erwerb kam jedoch leider nicht zustande, sodass diese Variante nicht weiterverfolgt werden konnte.
Für die Realisierung des Dorfgemeinschaftshauses am Schwimmbad sprechen insbesondere die vorhandene Infrastruktur, die gute Erreichbarkeit sowie die Möglichkeit, Synergien mit bestehenden Freizeitangeboten zu nutzen. Mit dem Beschluss ist nun der Weg frei für die konkrete Planung. Das Dorfgemeinschaftshaus soll künftig Raum für Vereine, kulturelle Veranstaltungen, Informationsangebote sowie private Feiern bieten. Ziel ist es, einen lebendigen Ort der Begegnung für alle Generationen zu schaffen und das Gemeinschaftsleben in Ensdorf nachhaltig zu stärken. Durch den Abriss des alten Plattenbaus drängt nun zudem die Zeit, da zahlreiche Vereine dringend einen festen Proberaum und einen verlässlichen Treffpunkt benötigen.
Die Entscheidung zeigt: Nach intensiver Abwägung setzt der Gemeinderat auf eine zukunftsfähige Lösung, die sowohl funktionale als auch städtebauliche Aspekte berücksichtigt. Nun gilt es, das Projekt zügig Schritt für Schritt in die Umsetzung zu bringen.
Ich habe mich in der vergangenen Woche sehr über den Besuch des CDU-Landtagsabgeordneten Patrick Waldraff im Ensdorfer Rathaus gefreut. Als Vorsitzender des Innenausschusses des Landtages besucht er die Kommunen in seinem Wahlkreis, um sich vor Ort - quasi durch O-Ton - ein Bild von den Herausforderungen, Entwicklungen und Zukunftsprojekten der Städte und Gemeinden zu machen. Beim Gespräch bei uns in Ensdorf zeigte er besonders großes Interesse an der Haushaltslage. Hierbei habe ich die Großprojekte wie Kanalsanierung, Schulersatzneubau, Dorfgemeinschaftshaus, Schwimmbadsanierung, Einführung der wiederkehrenden Beiträge und Entwicklung auf dem RAG-Gelände - wie sie in absehbarer Zeit bei uns im Ort zu stemmen sind - angesprochen.
Fragen der Daseinsvorsorge sowie Herausforderungen, die durch Fachkräftemangel oder Bürokratie entstehen, waren ebenfalls von großem Interesse. Besonders intensiv haben wir über die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen gesprochen. Hierfür ein herzliches Dankeschön.
Im Anschluss an unser Gespräch besuchten wir gemeinsam das ehemalige Kraftwerksgelände. Dabei konnte er sich vor Ort ein Bild von der Fläche, den bestehenden Strukturen und den Entwicklungsmöglichkeiten verschaffen. Der Rundgang bot die Gelegenheit, konkrete Fragen zu aktuellen Ansiedlungen und geplanten Perspektiven direkt vor Ort zu besprechen und Einblicke in die besonderen Herausforderungen und Chancen des Areals zu gewinnen.
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Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche
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Ihr Jörg Wilhelmy