Titel Logo
Neues aus Ensdorf
Ausgabe 2/2026
Bürgermeisterecke
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Bürgermeisterecke KW 01/02 2026

Liebe Ensdorferinnen,

liebe Ensdorfer,

Neujahrswünsche

Zum Beginn des Jahres möchte ich Ihnen allen zuerst einmal Gesundheit und Glück für das neue Jahr 2026 wünschen. Wie es zu Beginn eines neuen Jahres häufig der Fall ist, fasst der eine oder die andere einen guten Vorsatz oder hegt einen persönlichen Wunsch. Ich möchte zum Jahresanfang einen Appell an alle Autofahrerinnen und Autofahrer richten - insbesondere im Hinblick auf das Fahrverhalten in unseren Nebenstraßen.

Der nach Länge größte Teil der Straßen in unserer Gemeinde besteht aus Straßen in Wohngebieten. Sie bieten im Umfeld Wohnraum sowie fußläufigen Zugang zu wichtigen Einrichtungen - für Kinder, Seniorinnen und Senioren oder Spaziergänger.

Gerade zwischen den Feiertagen, wo die Straßen ruhiger erschienen, stieg bei dem ein oder anderen vielleicht die Versuchung, die Geschwindigkeit zu erhöhen - man hatte ja schließlich „freie Fahrt“. Doch gerade in den Nebenstraßen birgt eine überhöhte Geschwindigkeit erhebliche Risiken. Enge Straßen, parkende Autos, unübersichtliche Ausfahrten und das vermehrte Aufeinandertreffen von Fußgängern und Radfahrern machen diese Bereiche besonders gefährlich. Ein Moment der Unachtsamkeit kann bereits schwerwiegende Folgen haben. Besonders Kinder, die oft auf den Gehwegen spielen oder mit ihren Fahrrädern unterwegs sind, sind in diesen Straßen besonders gefährdet. Unser aller Aufgabe als verantwortungsvolle Verkehrsteilnehmende ist es, die Sicherheit unserer Kinder stets mit zu berücksichtigen.

Ich bitte Sie daher, vielleicht auch als Neujahrsvorsatz, die Geschwindigkeit in den Nebenstraßen konsequent anzupassen und mit besonderer Rücksichtnahme zu fahren. Es ist nicht nur eine Frage der Verkehrsordnung, sondern auch der gegenseitigen Verantwortung und Rücksichtnahme, die unsere Gemeinschaft ausmacht.

Lassen Sie uns mit gutem Beispiel voranfahren und dafür sorgen, dass unsere Gemeinde auch in den Nebenstraßen ein sicherer Ort für alle bleibt.

Dafür danke ich Ihnen im Namen aller schwächeren Verkehrsteilnehmenden und der Anliegerinnen und Anlieger.

Neue Regelungen für den Wehrdienst für 18-jährige

Die Bundesregierung stellte jüngst die Weichen für eine stärkere personelle Ausstattung der Bundeswehr. Mit Beginn des neuen Jahres trat eine Reform in Kraft, die insbesondere junge Männer betrifft. Kern der Neuerung ist die Wiederaufnahme der Wehrerfassung. Ab dem 18. Lebensjahr erhalten künftig alle jungen Menschen Post von der Bundeswehr. Für die jungen Männer ist das Ausfüllen des Fragebogens verpflichtend. Darin geht es um persönliche Daten, gesundheitliche Voraussetzungen sowie die grundsätzliche Bereitschaft zu einem Wehrdienst. Personen anderen Geschlechts können sich auf freiwilliger Basis beteiligen. Wichtig ist dabei: Es handelt sich nicht um eine sofortige Wiedereinführung der klassischen Wehrpflicht. Zunächst soll ein Überblick über die Zahl potenziell geeigneter und interessierter junger Menschen gewonnen werden. In einem späteren Schritt ist vorgesehen, alle jungen Männer eines Jahrgangs auch verpflichtend zu einer Musterung einzuladen, sofern die personellen und organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen sind.

Für viele Familien, Ausbildungsbetriebe und Kommunen bedeutet diese Entwicklung, dass sich junge Menschen künftig früher mit Fragen von Berufsweg, Ausbildung, Studium und möglichem Wehrdienst auseinandersetzen müssen. Die Reform unterstreicht zugleich die wachsende Bedeutung von Sicherheits- und Verteidigungsfragen in einer sich verändernden weltpolitischen Lage.

Die Bundesregierung setzt damit auf einen neuen, schrittweisen Ansatz, der Verantwortung für den Staat wieder stärker ins Bewusstsein rücken soll – erst einmal ohne die vollständige Rückkehr zur früheren Wehrpflicht.

Weitergehende Informationen können auf der Homepage des Bundesministeriums für Verteidigung nachgelesen werden.

Wechsel im Amt des Schiedsmanns

Seit Ende November heißt unser neuer Schiedsmann Jürgen Görgen. Er übernimmt die wichtige Aufgabe der Schlichtung und Vermittlung in Nachbarschafts- und Alltagskonflikten. Gleichzeitig wurde der bisherige Amtsinhaber Jürgen Seiwert verabschiedet.

Ich habe die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres genutzt, um den scheidenden Schiedsmann offiziell zu würdigen. Dabei überreichte ich ein Schild mit der Aufschrift „Amt des Schiedsmanns“ und sprach dem langjährigen Amtsinhaber meinen herzlichen Dank für sein Engagement aus. Jürgen Seiwert wird zukünftig das Amt des stellvertretenden Schiedsmanns übernehmen. Viele Bürgerinnen und Bürger profitierten in den vergangenen Jahren von seinem fairen und besonnenen Einsatz bei Konflikten – ein Beleg dafür, wie wichtig dieses Ehrenamt für das harmonische Miteinander in unserer Gemeinde ist. Das Amt des Schiedsmanns spielt eine zentrale Rolle: Durch frühzeitige Kommunikation, Vermittlung und Schlichtung werden Konflikte oft bereits gelöst, bevor sie zu größeren Problemen eskalieren. Dies stärkt das Vertrauen innerhalb der Nachbarschaften und trägt maßgeblich zum friedlichen Zusammenleben bei.

Mit dem Amtswechsel beginnt nun eine neue Phase, in der der neue Schiedsmann seine Aufgaben übernimmt und die gute Tradition fortsetzt. Ich freue mich, dass wir mit Jürgen Görgen einen würdigen Nachfolger für dieses wichtige Ehrenamt gewinnen konnten.

Besuch der Sternsinger im Rathaus

Schule statt Fabrik - in diesem Jahr hat sich die Sternsingeraktion gegen die weltweite Kinderarbeit gerichtet. Am vergangenen Samstag besuchten mich die Sternsinger im Rathaus und brachten ihren traditionellen Segen für das neue Jahr. Mit guten Wünschen und dem Auftragen des Segenszeichen „C+M+B“ – Christus mansionem benedicat („Christus segne dieses Haus“) – erinnern sie an den Schutz und Segen Gottes für alle Menschen. Der Brauch steht für Frieden, Gemeinschaft und Hoffnung und soll Glück, Gesundheit und Zufriedenheit für das neue Jahr bringen.

Ich habe mich sehr über den Besuch der Sternsinger gefreut und bedanke mich bei den Jugendlichen und bei unserer Pastoralreferentin Frau Krechan.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Jahr 2026.

Ihr

Jörg Wilhelmy