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Der geplante Abriss des Platten- und Zwischenbaus sowie der anschließende Erweiterungsneubau an der Grundschule Ensdorf – Schule am Saarpolygon stellt ein bedeutendes Zukunftsprojekt für unsere Gemeinde dar. Im Mittelpunkt steht dabei die Verantwortung, für die Grundschulkinder vor Ort die bestmöglichen Lern- und Entwicklungsbedingungen zu schaffen. Vor dem Hintergrund steigender Schülerzahlen aber auch dem erhöhten Bedarf an Funktionalräumen ist die Maßnahme zwingend erforderlich, um auch langfristig ausreichende und zeitgemäße Raumkapazitäten sicherzustellen.
Ein wichtiger Meilenstein wurde bereits Mitte April dieses Jahres erreicht: Der Antrag auf Baugenehmigung wurde bei der Unteren Bauaufsicht des Landkreises eingereicht. Damit ist der formale Startschuss für das umfangreiche Bauvorhaben gefallen. Während der Osterferien erfolgte der Neuanschluss der Fernwärme. Ab Beginn der Sommerferien dieses Jahres ist vorgesehen, mit den Rückbauarbeiten des bestehenden Plattenbaus sowie des Zwischenbaus zu beginnen. Parallel dazu wird das Baufeld entsprechend hergerichtet, sodass optimale Voraussetzungen für die anschließende Bauphase geschaffen werden können. Diese vorbereitenden Maßnahmen sollen planmäßig bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Bauausschuss und Gemeinderat werden in den nächsten Sitzungen weitere Weichen hierfür stellen.
Der eigentliche Baubeginn für den Ersatzneubau ist derzeit für Mitte 2027 vorgesehen. Für die Bauzeit sind rund 18 Monate eingeplant, sodass bei bestmöglichem Verlauf eine Fertigstellung Anfang 2029 realistisch erscheint. Mit dem Neubau entsteht ein modernes und funktionales Gebäude, das den Anforderungen eines zeitgemäßen Schulbetriebs in vollem Umfang gerecht wird.
Im Mittelpunkt des Erweiterungsneubaus steht eine großzügig gestaltete Mensa mit angebundener Schulküche, die insbesondere für den Ganztagsbetrieb von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus werden die Verwaltungs- und Personalräume der Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) im Neubau untergebracht. Ergänzt wird das Raumangebot durch fünf neue Klassenräume sowie die erforderlichen Nebenräume, wie etwa Sanitäranlagen.
Wo werden die Kinder während der Umbauphase untergebracht?
Während der Umbauphase werden die drei Klassen, die zurzeit im Plattenbau untergebracht sind, in den Räumlichkeiten der jetzigen FGTS unterrichtet. Dafür heißt es dann während der Bauphase „enger zusammenrücken“, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Während der Maßnahme wird zusätzlich ein Toilettencontainer aufgestellt. Mit diesem Projekt setzen Verwaltung und Gemeinderat ein klares Zeichen für die Zukunft der Bildung vor Ort. Denn gute Bildung braucht nicht nur engagierte und gut ausgebildete Lehrkräfte, sondern auch eine Umgebung, in der sich Kinder wohlfühlen und optimal lernen können. Zwar ist das Vorhaben naturgemäß ebenso personal- wie auch kostenintensiv - jedoch eine wichtige Investition in die Bildungsinfrastruktur und damit in die Zukunft der Gemeinde – für unsere Kinder.
Der Saarländische Städte- und Gemeindetag (SSGT) hat in der ersten Mai-Woche eine politische Informationsreise für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nach Berlin organisiert. Ziel der Reise war es, den direkten Austausch zwischen kommunaler Ebene und Bundespolitik zu stärken und aktuelle Herausforderungen gemeinsam zu diskutieren.
Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Bundestagsabgeordneten im Reichstag, sowie Vertreterinnen und Vertretern des Bundeskanzleramtes, des Bundesfinanzministeriums, des Bundesinnenministeriums, des Bundessozialministeriums und der saarländischen Landesvertretung. Dabei nutzten wir Bürgermeisterinnen und Bürgermeister die Gelegenheit, unsere täglichen Erfahrungen - aber insbesondere auch unsere finanziellen Probleme aus den Städten und Gemeinden - vorzutragen. Insbesondere die angespannte Finanzlage der saarländischen Städte und Gemeinden, die Altschuldenproblematik, Investitionen in die Infrastruktur (aus dem LuKIFG) sowie die Auswirkungen bundespolitischer Vorgaben auf die kommunale Ebene (Veranlassungs)-konnexität wurden intensiv erörtert.Im Rahmen der Gespräche haben wir deutlich gemacht, dass die saarländischen Kommunen seit Jahren unter besonderen strukturellen Belastungen leiden. Wir haben deshalb eine stärkere Unterstützung durch Bund und Länder sowie eine gerechtere Ausgestaltung der Finanzbeziehungen gefordert.
Ich zitiere den Präsidenten des SSGT, Ulli Meyer, der nach den Gesprächen eine gemischte Bilanz zog:
„Die Gespräche haben deutlich gemacht: Die desolate Finanzlage der Kommunen ist zwar allen Beteiligten bekannt. Das Verständnis aber, was das konkret vor Ort bedeutet, ist bei vielen Verantwortlichen - vor allem in den Ministerien - noch nicht vorhanden. Umso wichtiger waren die Eindrücke aus dem Saarland, die wir eindringlich schilderten konnten. Bedeutend sind vor allem die glaubhaften Zusicherungen von Bundestagsabgeordneten gewesen, sich für die Kommunen stark zu machen. Entscheidend wird sein, dass es nicht bei wohlklingenden Worten bleibt, sondern es endlich zu konkreten, belastbaren Lösungen kommt.
Die Zeit drängt – denn vor Ort entscheidet sich, ob Demokratie auch künftig trägt.“
Der Kommentar klingt versöhnlicher als ich selbst die ein oder andere Resonanz auf die Gespräche empfand. Stellenweise scheint mir die „Berliner Blase“ sehr weit weg von dem, was an der Basis passiert bzw. passieren müsste. Ich gebe für mich selbst zu, dass ich dies auch ein Stück weit frustrierend empfand. Wir haben durchaus auch Verständnis und Gesprächsbereitschaft auf Bundesebene wahrgenommen – aus unserer Sicht fehlt jedoch weiterhin ein schlüssiges Gesamtkonzept:
„Während aktuell die kommunale Finanzlage bundesweit zunehmend angespannt ist, sprechen wir im Saarland schon seit Jahrzehnten von strukturellen Verwerfungen. Unsere Situation ist mit vielen anderen Regionen nicht gleichzusetzen. Die bisherigen Ansätze des Bundes zur Altschuldenproblematik sind daher nur Stückwerk und greifen deutlich zu kurz.“
Wir saarländische Kommunen erwarten von Bund und Ländern ernsthafte Anstrengungen zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland. „Finanzmittel dürfen nicht länger nach dem Gießkannenprinzip oder nach geografischen Gesichtspunkten verteilt werden, sondern müssten gezielt dort ankommen, wo der Bedarf am größten ist“.
Und nicht zuletzt bedarf es ganz grundsätzlich eines wesentlich stärkeren Vertrauens in die kommunale Ebene.
Einigkeit bestand darin, dass der direkte Dialog zwischen Kommunal- und Bundespolitik unverzichtbar ist, um die Anliegen der Städte und Gemeinden stärker in bundespolitische Entscheidungen einzubringen.
Der Florianstag ist für die Feuerwehren ein besonderer Anlass, um den Schutzpatron der Feuerwehrleute, den heiligen Florian, zu ehren und zugleich den Einsatz aller Kameradinnen und Kameraden in den Mittelpunkt zu stellen und dieses Ehrenamt sichtbar zu würdigen. Auch in diesem Jahr war der Samstag nach dem Florianstag Anlass, um die Leistungen und den Zusammenhalt unserer Feuerwehr zu ehren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften, Beförderungen, die Übernahme engagierter Nachwuchskräfte aus der Jugendfeuerwehr, die Bestellung eines neuen Funktionswarts sowie Danksagungen für die Übernahme verantwortungsvoller Ehrenämter. Ich kann nicht oft genug herausstellen, wie wichtig Verlässlichkeit, Ausbildung und Gemeinschaft innerhalb der Feuerwehr sind. Ein besonderer Höhepunkt des Nachmittags war die Verleihung des Goldenen Ehrenkreuzes des Landesfeuerwehrverbandes durch den stellv. Präsidenten des Verbandes, Claus Kürsteiner, an den bisherigen Wehrführer Jürgen Wolfert. Diese hohe Auszeichnung wird für außergewöhnliche Verdienste und langjähriges, herausragendes Engagement im Feuerwehrwesen verliehen.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche
Ihr Jörg Wilhelmy