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Der Stadtkurier
Ausgabe 13/2021
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Hilfe! Ratten

Wissenswertes über unsere ungeliebten Nachbarn

Ratten will niemand in seiner Nähe haben, zumindest keine frei lebenden. Die meisten Menschen finden sie ekelig. Schlimmer ist allerdings, dass sie Krankheiten übertragen, z.B. Trichinosen, Fleckfieber, Amöbenruhr, Tollwut, Tuberkulose und viele andere schwerwiegende Krankheiten. Außerdem sind es Hygieneschädlinge. Die Nager verunreinigen Vorräte und Nahrungsmittel, knabbern Kabel und elektrische Anlagen an und verbreiten eben gefährliche Krankheitserreger. Schlimm ist, dass sich Ratten so schnell vermehren. Aus einem Pärchen wird recht flott eine Rattenplage. Da ist Eile bei der Rattenbekämpfung geboten.

Wie erkennt man den Rattenbefall?

Erdhöhlen, Gangsysteme und Löcher weisen darauf hin, dass sich ein Rattennest im Kompost/ im Gebäude befindet.

Rattenspuren (typisch ist die Schleifspur vom Schwanz), Kothaufen und der stechende Geruch der Nager-Exkremente sowie angefressene Abfälle und Vorräte, sind ein deutliches Indiz für einen Befall. Ein Auftreten der Ratten an der Oberfläche auf freien, offenen Plätzen und bei Tageslicht deuten auf einen sehr starken Befall hin.

Was lockt Ratten an?

Was muss vermieden werden, damit Ratten sich nicht wohl fühlen, bzw. sich nicht ernähren können?

  • Speise- und Nahrungsmittelreste rumliegen lassen
  • Diese über die Toilette entsorgen!
  • Komposthäufen nicht mit gekochtem Essen belegen
  • Keine Speisereste im gelben Sack bzw. im zugänglichen Müll
  • Vogelfutter lockt Ratten an, also nichts rumliegen lassen, alles in geschlossenen Behältern aufbewahren.
  • Deckel von Mülltonnen immer verschlossen halten.
  • Unvergitterte Kellerfenster nicht offen stehen lassen.
Die Ratten sind da! - Was ist zu tun?

In der Verordnung über die Bekämpfung tierischer Schädlinge (Schädlingsverordnung) des Landes Hessens ist geregelt, wie bei einem Rattenbefall vorzugehen ist.

Der Pflichtige, das ist der Eigentümer eines Grundstückes, hat das Rattenvorkommen dem Ordnungsamt unverzüglich anzuzeigen und die Bekämpfung der Ratten auf eigene Kosten zu veranlassen.

Die Bekämpfung selbst darf nach der Neufassung des Tierschutzgesetzes im Jahr 1999 nur von Fachkräften mit Sachkundenachweis und mit zugelassenen Mitteln und Verfahren durchgeführt werden. Zu einer ordnungsgemäßen Bekämpfung gehört auch das Einsammeln der Giftköder und der Tierkadaver nach Abschluss der Maßnahme.

Was unternimmt die Stadt Reichelsheim gegen Ratten?

In Zusammenarbeit mit einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen wird zweimal jährlich im gesamten Stadtgebiet Rattenköder im Kanalsystem ausgelegt. Darüber hinaus finden Zwischenbekämpfungen statt, falls aus einem Gebiet auffällig viele Meldungen über Ratten bei der Ordnungsverwaltung eingehen.

Bei weiteren Fragen zur Vorbeugung gegen Rattenbefall und zur Bekämpfung von Rattenvorkommen stehen die Mitarbeiter der Ordnungsverwaltung gerne zur Verfügung.

Magistrat der Stadt Reichelsheim
-Ordnungsverwaltung-