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Der Stadtkurier
Ausgabe 17/2021
Allgemeines
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NABU-Gruppe Bingenheim

Gewöhnlicher Löwenzahn

Tausendsassa mit zahlreichen Begabungen

Der Löwenzahn verdankt seinen Namen den Zacken, die wie Zähne seine Blätter säumen. Doch wirklich bissig ist die Wildpflanze nicht - im Gegenteil. Der Tausendsassa wird schon seit Jahrhunderten als Heilkraut genutzt. Als Pusteblume fasziniert er Kinder seit jeher.

Der Löwenzahn gehört zur großen Familie der Korbblütengewächse. Das Körbchen sitzt auf einem hohlen und unbehaarten Stängel. Wer schon einmal versucht hat, die Pflanze aus dem Garten zu entfernen, weiß, dass der Löwenzahn eine Pfahlwurzel besitzt, die ihn fest im Boden verankert. Wo der Löwenzahn wächst, hat der Boden einen hohen Nährstoffgehalt. Eigentlich ein ungünstiger Zustand, wenn man eine hohe Artenvielfalt anstrebt. Doch wenn man ihn schon mal im Garten hat, kann man auch gleich das Beste aus ihm machen. Als Pusteblume und Bastelutensil ist der Löwenzahn bereits jedem Kind bekannt. Nun wird es Zeit, auch den Erwachsenen seine Vorteile schmackhaft zu machen, oder viel mehr an seine Vorzüge zu erinnern.

Denn schon seit Menschengedenken ist der Löwenzahn ein anerkanntes Heilkraut. Durch seinen hohen Vitamin- und Nährstoffgehalt, aber auch dank der enthaltenen Bitterstoffe wirkt er positiv auf den menschlichen Körper. Eine Frühjahrskur mit frischen jungen Blättern wirkt Wunder bei Frühjahrsmüdigkeit, und nicht nur Galle und Leber, sondern auch der Darm und der Blutzuckerspiegel werden ausgeglichen. Dies wussten schon unsere Vorfahren und wir sollten dieses alte Wissen nutzen.

Der optimale Erntezeitpunkt für den Löwenzahn ist ab April, dabei können alle Teile der Pflanze gegessen oder als Tee getrunken werden. Sie können aber auch als Salat oder Smoothie verzehrt oder getrunken werden. So ersetzt der Löwenzahn so manche Vitaminpille.