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Der Stadtkurier
Ausgabe 21/2018
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Damals

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Reichelsheim

Das Anwesen Bingenheimer Str. 26

Das Anwesen wird als Adelssitz bezeichnet und soll dem Landmajor von Trillitz gehört haben.

In "Kunstdenkmäler im Grossherzogthum Hessen von Dr. Rudolf Adamy" aus dem Jahre 1895 beschreibt Adamy das Gebäude auf Seite 252 wie folgt:"Vor dem Oberthore sind noch Reste zweier grösserer Hausanlagen. Eine Thorfahrt, nach Art der oft erwähnten Wetterauer Holzthore, jedoch in Stein ausgeführt, trägt über dem Thor für Fussgänger die Jahreszahl der Erbauung und ein Monogramm dazwischen; I7 I P G 25. Die Pfeiler der Thorfahrt haben vertiefte Spiegel, der Bogen flache Reliefornamente, der Schlussstein eine Maske. Der Hauptbogen ist überdacht. Die steinernen Pfannen für die Thürflügel sind noch vorhanden."

Tor- und Türbogen wurden 1978 abgetragen und beim Forsthaus Glaubzahl (Nidda-Harb) wieder aufgebaut.

Auch der straßenseitige Treppenaufgang wurde 1978 entfernt.

Der Hausname Henrichs stammt schätzungsweise aus der Zeit vor 1868. Hausvater war seinerzeit ein Johannes Henrich. Seine Ehe blieb Kinderlos und er verkaufte an den Johann Henrich Conrad. Ein nicht gerade seltener Familienname zu dieser Zeit. Zur Unterscheidung der Familien und der dazugehörigen Anwesen wurde diesen gerne ein Hausname angehängt. In diesem Falle Henrich. Mit der Hochzeit der Tochter Lina änderte sich der Familienname in Coburger, (welches auch kein seltener Nachname in Reichelsheim war) und heute ist es die Familie Riebensahm. Der Hausname Henrich ist ihnen jedoch erhalten geblieben.

Das Foto wurde von Fam. Riebensahm zur Verfügung gestellt.

Verantwortlich und Ansprechpartner für die Rubrik "Damals" ist:

Horst Diehl, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsverein Reichelsheim/Wetterau e.V. (HGV)

Bingenheimer Straße 29

Email-Adresse: h.diehl@web.de