Weißdorn, Vogelbeere oder Wilder Wein: Wer Vögeln in seinem Garten einen reich gedeckten Tisch bieten möchte, pflanzt am besten heimische Gehölze oder Stauden. Welche eignen sich besonders und worauf muss man beim Pflanzen achten?
Unsere heimischen Gartenvögel benötigen je nach Jahreszeit und Lebensphase unterschiedliche Nahrung. Das Rotkehlchen beispielsweise frisst eigentlich Insekten, im Winter jedoch Sämereien und Früchte. Genau wie das Rotkehlchen handhaben es auch andere sogenannte Standvögel, also Vögel, die auch im Winter bei uns bleiben.
Fruchttragende Gehölze sind eine der Hauptnahrungsquellen für Vögel. Die Vogelbeere zum Beispiel ernährt bis zu 63 Vogelarten, der eingriffelige Weißdorn bis zu 32. Zum Vergleich: Der Wilde Apfel ernährt 19 Vogelarten, der vielblütige Apfel sogar nur eine.
Gerade im Winter sind viele Gehölze wie Holunder ideale Futterquellen für Vögel. Sie bilden im Sommerhalbjahr ihre reichhaltigen Fruchtstände aus, die auch für den Menschen ernährungsphysiologisch wertvoll sind: Mit viel Vitamin C und anderen Pflanzenstoffen helfen sie uns, gesund zu bleiben und mit leckeren Rezepten kann man sogar seine Gäste beeindrucken. Bei einem großen Garten kann man auch Hecken aus Brombeere pflanzen - ideal für viele Vögel und ebenfalls lecker auf dem eigenen Teller.
Diese Gehölze eignen sich, um Vögeln Futter zu bieten: Birnbaum, Kornelkirsche, Schlehe/Schwarzdorn, Schwarzer Holunder, Speierling, Vogelbeere, Vogelkirsche, Weißdorn.
Rosenhecken sind - wenn heimisch - wichtige Vogelrefugien. Ihre Stacheln wehren den lästigsten Feind ab und die Hagebutten sind ein willkommener Snack. Natürlich sind sie optisch und durch ihren schönen Duft besonders ansprechend. Heimische Arten sind unter anderem die Kriechrose, die Hundsrose, Essigrose, Zimtrose und die Bibernellenrose. Einige Arten, zum Beispiel die Kriechrose, klettern auch, womit man gut seine Fassade begrünen kann.