Veronika Pigorsch demonstriert die Flügelspannweite der heimischen Fledermausart „Graues Langohr“ (Plecotus austriacus).
Eine der heimischen Fledermausarten: Das „Graue Langohr“ (Plecotus austriacus).
Die Wandergruppe unter Führung von Veronika Pigorsch beobachtet die Fledermauskästen am alten Blofelder Forsthaus.
Am Zugang zu den „Blofelder Wingerten“ demonstriert Veronika Pigorsch die Nistmöglichkeiten in Spalten und Höhlen einer alten Scheune.
Das Infrastrukturgebäude Blofeld (ISG) war am Samstagabend, dem 22. August 2026, Ausgangspunkt einer besonderen Fledermauswanderung. Zu dieser Veranstaltung hatten der Trägerverein Blofelder Dorftreff e.V. und die Blofelderin Veronika Pigorsch vom NABU Bingenheim eingeladen.
Zu Beginn stellte Pigorsch im ISG in einem kurzen Theorieteil die heimischen Fledermausarten vor. Mit zahlreichen Fotos vermittelte sie den interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern Wissenswertes über die Lebensweise und Besonderheiten der nachtaktiven Tiere. Auch eine präparierte Fledermaus konnte aus nächster Nähe begutachtet werden. Besonderen Wert legte Pigorsch auf die Erläuterung von Möglichkeiten Fledermäusen im naturnah angelegten heimischen Garten genügend Insekten zur Nahrungsaufnahme bereit zu stellen.
Als besonderes Gastgeschenk hatten die NABU-Freunde aus Bingenheim zwei Fledermauskästen mitgebracht. Diese sollen in den nächsten Tagen im Blofelder Wald am Eichelberg aufgehängt werden. Auch der Trägerverein Blofelder Dorftreff e.V. steuerte einen weiteren Fledermauskasten bei, der am Giebel des ISG seinen Platz finden soll.
Nach dem Theorieteil begann die Wanderung auf dem Weg zwischen den Blofelder Gärten und den angrenzenden Feldern in Richtung des alten Blofelder Forsthauses. Dort wurden die bereits aufgehängten Fledermauskästen begutachtet. In der einsetzenden Dämmerung konnten die ersten Zwergfledermäuse (Pipistrellus pipistrellus) bei ihren abendlichen Flugrunden um das Gebäude beobachtet werden.
Weiter führte der Weg durch die angrenzenden Streuobstwiesen in den „Wingerten“. Hier wartete auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein ganz besonderes Naturerlebnis: Die Fledermäuse jagten teilweise auf Augenhöhe an den faszinierten Beobachterinnen und Beobachtern vorbei. Mit einem sogenannten „Batdetektor“ konnte Veronika Pigorsch die für Menschen normalerweise nicht hörbaren Rufe der Fledermäuse hörbar machen.
Bei Halbmond und Sonnenuntergang wurde die Wanderung zu einem eindrucksvollen Naturerlebnis. Den Abschluss bildete eine Nachbesprechung im ISG, bei der die Beobachtungen des Abends noch einmal ausgetauscht wurden.
Der NABU Bingenheim bedankte sich für die im Laufe der Veranstaltung eingegangenen Spenden zur Unterstützung der Naturschutzarbeit. Alle Beteiligten zeigten sich sehr zufrieden mit dem gemeinsamen Abend und freuen sich bereits auf die nächste gemeinsame Veranstaltung: die Vogelstimmenwanderung im Frühjahr 2027.