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Der Stadtkurier
Ausgabe 38/2019
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Damals

Reichelsheim:

Das Haus Florstädter Str. 6 hatte seinerzeit die Hausnummer 54 (=Brandkatasternummer) und war Sitz der ersten "Amtsapotheke" im damaligen Amt Reichelsheim.

Es wird vermutet, daß dieses Anwesen im Jahre 1834 von dem Apotheker Ernst Hämmerlein gebaut wurde, denn von 1833 liegt ein Gesuch des Kandidaten der Pharmazie Ernst Hämmerlein zu Wehen um Anstellung und Einrichtung einer Apotheke zu Reichelsheim vor. Im Verordnungsblatt des Herzogthums Nassau von 1834 ist nachzulesen, daß seine Herzogliche Durchlaucht den Pharmacist Hämmerlein zum Amtsapotheker in Reichelsheim zu ernennen geruhte. Hämmerlein heiratete im Juni 1834 in der Kirche zu Reichelsheim.

1866 liegt eine Urkunde zum Verkauf der Apotheke zu Reichelsheim durch Ernst Hämmerlein an die Apotheker Hermann Otto zu Rüdesheim und Langheinz zu Lorch vor. Die Tochter des Langheinz heiratete 1892 in Reichelsheim den Apotheker Valentin Hardt aus Jesberg. Letzter Apotheker in diesem Haus war Karl Gustav Hempel aus Gießen. Dieser heiratete 1901 in Reichelsheim seine Frau Justina, die bereits mit 21 Jahren im Kindsbett verstarb. Die Stelle der Amtsapotheke Reichelsheim war seitdem vakant.

1911 wird von dem Apotheker Brill die "neue" Apotheke in der Bingenheimer Str.34 gebaut.

Die Ansichtskarte stammt aus dem Nachlass von Erwin Eimer, Reichelsheim

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Verantwortlich und Ansprechpartner für die Rubrik "Damals" ist:

Horst Diehl, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsverein Reichelsheim/Wetterau e.V. (HGV)

Bingenheimer Straße 29

Email-Adresse: h.diehl@web.d