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Stadtkurier Reichelsheim
Ausgabe 38/2026
Stadtteil Beienheim
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Gesangverein "Eintracht" Beienheim - Pariser Flair in Beienheim

Weinfest des Gesangsvereins Eintracht 1921 Beienheim

Es war kaum zu fassen, wie viele Besucherinnen und Besucher aus Beienheim und der ganzen Umgebung zum Weinfest in den romantischen Hof der Familie Lucke drängten. Es mussten immer wieder Bänke und Tische herbeigeschafft werden, um genügend Sitzgelegenheit zum Feiern zu haben. Selbst der Himmel schickte seine Sonnenstrahlen mit den angenehmen Temperaturen. Die aufwändigen Vorbereitungen und der Einsatz vieler freiwilliger Helfer machten das Fest möglich!

Im Vordergrund standen natürlich Gesang und Musik. Begonnen wurde erst mal mit Nachmittagskaffee und zahlreichen Kuchen. Nach der Begrüßungsrede - natürlich in Französisch und in Deutsch - begann der einladende Gesangverein Eintracht 1921 Beienheim seinen Vortrag mit „J’ai cueilli la belle rose“, einem gefühlvollen Lied aus Kanada. Dem folgte - wie könnte es anders sein bei einem Weinfest unter der Tricolore: „Ganz Paris träumt von der Liebe“, bekannt von Catarina Valente und als Drittes im Bunde „Chanson d’amour“ nach einem Satz für gemischten Chor von Hermann Jung. Danach hatten alle Gäste Gelegenheit, Bekanntschaften aufzufrischen oder neue zu knüpfen. Dabei war natürlich - es sollte ja niemand Hunger leiden - für weitere Genüsse gesorgt. Auch der Weiße Burgunder, Chardonnay, Riesling, Adolzfurter Schneckenhof und Merlot trafen den Geschmack. Als „Unterlage“ gab es Brezeln mit Dip, Rinds- und Bockwurst, Spießbraten und zum Schließen des Magens Käse mit Trauben.

Ein zweiter Liedvortrag des Gesangvereins führte an die Donau mit „Wenn der Wein blüht“, Musik von Robert Payer, Satz von Hermann Jung. Dem folgte das schwungvolle „Les Champs Elysées“ in einem Arrangement von Konstantinos Evangelalos. Dabei wurde der Chor von einem französischen Gast unterstützt, dem - wie allen französischen Gästen - wehmütige Heimatgefühle kamen! Den abschließenden Vortrag des Gesangsvereins bildete das mitreißende „Chianti-Lied“ von Gerhard Winkler.

Im weiteren Verlauf des Abends gab es noch einige musikalische Vorträge, so das beliebte Duett „Tu t’en vas“ mit Kirstin Scharf und Klaus Peter Major, einen längeren lustigen Vortrag begleitet von Gitarre (Heinz Gerhard Fahrenbruch), Akkordeon (Volkard Södler) und Kontrabass (Klaus Peter Major), und einigen „weisen“ Sprüchen, dem Trinklied „Chevaliers de la table ronde“ (auf Französisch vorgetragen von Anja Hofmann, Christine Leppin und Tobias Lipka). Dabei wurde das ebenso sangesfreudige Publikum für den Refrain „oui, oui, oui“ und „non, non, non“ eingebunden (allerdings ohne Gage…). Ein Wunschkonzert, moderiert von Anja Hofmann, rundete das Programm zum Abend hin ab. Offensichtlich haben es alle genossen, denn es blieb kaum noch Essen und Wein übrig.

Die letzten Gäste verabschiedeten sich erst nach Mitternacht mit einem fröhlichen Herz und einem Summen auf den Lippen.