Die Senioren und Seniorinnen der ev. Kirchengemeinden Beienheim/Weckesheim haben wieder mit ihrem Spätsommerausflug in die neue Saison gestartet. Dieses Jahr ging es nach Lauterbach im Vogelsberg. Diese charmante kleine Stadt ist reich an Geschichte und beherbergt einige architektonische Schätze, darunter auch stilechte Fachwerkbauten in der Altstadt. Während eines Rundgangs erzählte uns ein Stadtführer spannende Geschichten und Anekdoten zu den kultur-geschichtlichen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Unser vollbesetzter Bus fuhr bei herrlichem Wetter, das wir uns schon seit Jahren bei Petrus gewünscht hatten, durch den wunderschönen Vogelsberg zu unserem Ausflugsziel. Bevor wir an der Beienheimer Kirche abfuhren, begrüßte Rainer Rosenbecker alle Teilnehmer herzlich und gratulierte einer ehemaligen Angehörigen des Seniorenteams zu ihrem runden Geburtstag. Natürlich stimmte der ganze Bus lautstark das Geburtstagsständchen an. Noch vor unserer Ankunft informierte er uns über den Ablauf des Nachmittags. Der Rundgang begann im Burgschloss zu Lauterbach, wo wir nach den ersten Erläuterungen gleich das obligatorische Gruppenbild fürs Archiv machten. Unser Rundgang wurde aufgrund der eingeschränkten Mobilität einiger Teilnehmer auf gemütliche siebzig Minuten verkürzt. Startpunkt war die wunderschöne evangelischen Stadtkirche. Diese beeindruckende Kirche, erbaut in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Stil des frühen Rokoko, bietet Platz für über eintausend Besucher! Von dort aus schlenderten wir über den Kirchplatz dem Marktplatz zum Berliner Platz, wo uns das imposante Löwendenkmal begrüßte. Gleich daneben befindet sich das charmante Hohhaus-Palais mit Museum, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Stadtmühle und den Strumpfbrunnen, auch bekannt als Strumpfdenkmal, hat. Dieses Denkmal erinnert an die Geschichte des Handwerksburschen, der hier einst seinen Strumpf verlor - ein Ereignis, das sogar in einem Volkslied verewigt wurde. Unser Weg führte uns dann durch kleine, romantische Gassen am Ankerturm vorbei hinab zur Brücke über die Lauter. Dort fand der letzte Infovortrag statt, bei dem wir die über den Bach gelegten Schrittsteine und das Strolchdenkmal bewundern konnten. Mit knurrenden Mägen machten wir uns auf den Weg zum gemütlichen Café, wo uns die Lauterbacher Spezialität „Salzekuchen“ mit schwarzem Kaffee und einem Vogelsberger Kümmel erwartete. Danach hatten wir noch eine Stunde Zeit, um die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Vor der Abfahrt wurde im Bus noch das erwähnte Volkslied: „In Lauterbach hab’ ich mein’ Strumpf verlor’n…“ geschmettert und die Heimreise über den Hoherodskopf und Schotten verlief bei herrlichem Wetter und in bester Stimmung. Am 21. Oktober gibt es beim nächsten Seniorenmittag dann noch einmal die Gelegenheit, diesen Tag gemeinsam mit Rainer zu erleben - er wird uns mit einem Bildervortrag zurückversetzen.