Haben Sie’s schon gehört? Die Kraniche sind unterwegs. Das majestätische Tröten ist aktuell wieder häufiger zu hören. Denn jetzt machen sich die eleganten Vögel bereit für ihren Zug in den Süden.
Momentan sammeln sie sich auf den großen Rastplätzen. Am Ostseebodden zum Beispiel ist schon ordentlich was los. Und so langsam kommt auch Bewegung ins Havelland. Die Kraniche, die hier im Herbst Station machen, kommen vor allem aus Osteuropa und dem Baltikum.
Die Rastzahlen liegen weiterhin deutlich unter denen der vergangenen Jahre. Ende September 2025 wurden dort mehr als 62.000 Kraniche gezählt, 2024 waren es zu dieser Zeit bereits rund 73.000.
Überhaupt heißt es im Moment noch vor allem: sammeln, rasten und ordentlich Kraft tanken für den Weiterflug. Die Kraniche pendeln in der Sammelphase zwischen ihren Schlafplätzen und den Nahrungsflächen hin und her. Auch das ist schon ein tolles Schauspiel, das man auch abseits der großen Rastplätze wunderbar beobachten kann. Kleinere Trupps lassen sich immer wieder auf den abgeernteten Stoppelfeldern beobachten. Halten Sie also Ihr Fernglas bereit, wenn Sie das Haus verlassen!
Schauen und hören Sie beim nächsten Kranichtrupp einmal genauer hin: Zwischen den Altvögeln sind jetzt auch die diesjährigen Jungkraniche unterwegs. Zu erkennen sind sie an dem noch bräunlich gefärbten Gefieder an Kopf und Hals und der fehlenden roten „Kappe“. Noch leichter verrät sie ihre Stimme: Die Rufe der Jungen klingen deutlich höher als das kräftige Trompeten der Altvögel.
Der Kranich ist für Brut und Rast auf intakte Feuchtgebiete angewiesen. Passend dazu tritt er als einer der fünf Kandidaten bei der Wahl zum„Vogel des Jahres 2027“ mit der Forderung „Allzeit nasse Füße!“ an. Sie können bei unserer Aktion noch bis zum 15. Oktober für Ihren Favoriten abstimmen!