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Der Stadtkurier
Ausgabe 5/2021
Allgemeines
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NABU-Gruppe Bingenheim

Hohe Wahlbeteiligung, enges Rennen

Bei der Jahresvogelwahl liegen Rauchschwalbe und Rotkehlchen vorne

Wer folgt auf die Turteltaube? Innerhalb von zehn Tagen wurden bei der Stichwahl zum Vogel des Jahres 2021 bereits über 145.000 Stimmen abgegeben. Bei der ersten öffentlichen Wahl anlässlich des goldenen Jubiläums der Aktion ist das digitale Wahllokal noch bis zum 19. März geöffnet.

Es wird weiter fleißig abgestimmt. Bis Freitagmittag stand der Zähler auf 145.563 abgegebenen Stimmen, das sind bereits mehr als bei der gesamten Vorwahl von Oktober bis Dezember. An der Spitze der zehn zur Auswahl stehenden Arten geht es zwischen Rotkehlchen und Rauchschwalbe immer noch unglaublich eng zu. Aktuell ist das Rotkehlchen wieder hauchdünn in Führung.

Seit dem Zwischenergebnis von Dienstag ist der Anteil der Stadttaube bei den Neustimmen deutlich gestiegen. Momentan reicht es aber noch nicht, um von Platz 5 an Kiebitz und Feldlerche nach vorne vorbeizuziehen, geschweige denn an Rauchschwalbe und Rotkehlchen. Aber natürlich dürfen Haussperling, Blaumeise, Goldregenpfeifer, Eisvogel und Amsel nicht außer Acht gelassen werden. Die Abstände sind so gering, dass alle zehn Arten noch ausgezeichnete Titelchancen haben.

Direkt nach Wahlbeginn hatte es zunächst den Anschein, als würden die Vögel nahtlos an die Reihenfolge der Vorwahl anknüpfen. Die Stadttaube als Vorwahlsiegerin erwischte einen Traumstart und setzte sich sofort an die Spitze - unterstützt durch mehrere Wahlkampfteams, die offensichtlich sehr gut und pünktlich vorbereitet waren. An ihre Fersen heftete sich das Rotkehlchen, das schon in der Vorwahl den zweiten Platz belegt hatte.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Rauchschwalbe sicher die größte Überraschung, war sie doch in der Vorwahl mit Rang 10 gerade noch so in die Stichwahl gerutscht. Sie straft auch alle Expert*innen Lügen, die strategische Nachteile für einen während der winterlichen Wahlphase nicht einmal anwesenden Zugvogel-Kandidaten vorhergesagt hatten.