Die NABU-Gruppe Bingenheim konnte am 1.Februar 2026 um 13 Uhr zur traditionellen Winterwanderung achtzig Teilnehmende begrüßen. Das Wetter hatte es gut gemeint - mit noch vorhandenem Schnee und Temperatur knapp über 0°C konnte man dieses Jahr wirklich von einer Winterwanderung sprechen.
Die Gruppe wurde von Veronika Pigorsch geführt und der Weg führte in diesem Jahr am Bingenheimer Steinbruch vorbei Richtung Blofeld, um dann auf dem Hügelkamm zweimal links abzubiegen und entlang des Quellenhofs wieder nach Bingenheim zu kommen. Die Wanderung dauerte zwei Stunden, genau richtig für eine anschließende Stärkung bei der Schreinerei der Lebensgemeinschaft Bingenheim, die der NABU Bingenheim wieder zur gemütlichen Einkehr nutzen durfte.
Veronika Pigorsch berichtete an mehreren Haltepunkten über das Rebhuhn, welches zum Vogel des Jahres 2026 gewählt wurde. Die Wandergruppe hielt an schmalen und breiten Hecken und Gebüschen und erfuhr, dass nur breite, undurchsichtige, verwildert aussehende Hecken einen guten Schutz vor Fuchs, Waschbär und auch vor heftiger Witterung bieten. Felder und Wiesen, auf denen eine noch Deckung bietende Vegetation vorhanden ist, sind ebenso wichtig für die Rebhühner. Da die Bestände der Art schon lange rückläufig sind, wie bei vielen Arten der intensiv genutzten Agrarlandschaft, wurde vor einigen Jahren das bundesweite Schutzprogramm „Rebhuhn retten - Vielfalt fördern“ gestartet, an dem auch der Wetteraukreis mit seinen amtlichen und ehrenamtlichen Naturschützern teilnimmt. Dadurch konnten die Bestände gestützt und gestärkt werden, erzählte Pigorsch. Hier zeigt sich, dass sich Naturschutzarbeit Hand in Hand durch verschiedene Akteure lohnen kann.
Pigorsch sprach im Verlauf der Führung auch andere wilde Tierarten unserer Offenlandschaft und deren Überwinterungsstrategien an, wie die von den Säugetieren Maulwurf, Feldhamster oder Feldhase. Zwischen den einzelnen Stationen konnten zudem im Zwiegespräch einige Fragen der Teilnehmer beantwortet werden.
Zum Abschluss bedankte sich Veronika Pigorsch bei den Teilnehmenden und bat um Unterstützung bei dem bald anstehenden Aufbau des Amphibienschutzzauns und/oder dessen Kontrolle zwischen Leidhecken und Staden. Wer dort helfen will, ist gerne eingeladen, sich bei der NABU-Gruppe Bingenheim zu melden (info@nabu-bingenheim.de).