Von zweistelligen Plusgraden sind wir in vielen Regionen Deutschlands zwar noch weit entfernt. Lange müssen wir aber vermutlich nicht mehr warten, bis in der Natur wieder einiges in Bewegung gerät. Dann muss es schnell gehen, damit sich möglichst viele Amphibien gefahrlos auf den Weg in Richtung Teich oder Tümpel machen können.
Heike Römer aus Leidhecken hat sich wieder an die NABU-Gruppe Bingenheim gewandt und um Hilfe bei der bevorstehenden Amphibienwanderung gebeten. An der Landstraße zwischen Leidhecken und Staden wurde am vergangenen Samstag erneut ein Amphibienschutzzaun aufgebaut. Dort sollen dann hauptsächlich Kröten umgesetzt werden, die aus dem Wald kommen und ins Mähried wollen. Da die Kröten nicht besonders schnell unterwegs sind, haben sie auf der Straße nur geringe Überlebenschancen. Die weibliche Kröte trägt die männliche, und sie brauchen 15 Minuten, um die Straße zu überqueren. Zu oft kommen Autos, die die Tiere plattfahren.
In diesem Jahr wird das Verkehrsaufkommen auf dieser Strecke aufgrund von Umleitungen wohl noch höher sein. Die Eimer entlang des Zauns werden ca. 4-6 Wochen lang am frühen Morgen oder am späten Abend kontrolliert, abhängig von Wetter und der Wandertätigkeit. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Helfer und die Amphibien und fahren Sie langsam und vorsichtig.