Als eine von nur zehn Kommunen in ganz Deutschland wurde sie für die Teilnahme am „DigitalPakt Alter“ ausgewählt. Der Erfolg des städtischen Projekts „Digitale Helfer“, das seit 2021 ältere Menschen auf ihrem Weg in die digitale Welt begleitet, war hierfür ausschlaggebend. Der DigitalPakt Alter ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der BAGSO e.V. mit dem Ziel der Stärkung älterer Menschen in der digitalen Welt. In der neuen Förderphase des DigitalPakt Alter steht der Ausbau tragfähiger kommunaler Strukturen im Mittelpunkt. Rosbach gehört damit zu den ersten Kommunen, die in der Initiative des Bundesfamilienministeriums gefördert und als „Kommune im DigitalPakt Alter“ ausgezeichnet werden.
„Diese Auswahl ist eine wunderbare Bestätigung unserer Arbeit und zeigt, dass unsere Initiative ‚Digitale Helfer‘, die wir bewusst mitten in der Corona-Pandemie 2021 ins Leben gerufen haben, genau der richtige Schritt war“, erklärt Bürgermeister Steffen Maar. „Als viele Angebote online stattfinden mussten, wollten wir sicherstellen, dass niemand zurückbleibt. Mein besonderer Dank gilt unseren derzeit 15 ehrenamtlichen ‚Digitalen Helfern‘, die dieses Projekt mit unschätzbarem Engagement füllen, sowie unserer Mitarbeiterin Marion Hallwirth, die als Motor und Herz des Projekts die Seniorenarbeit mit großer Leidenschaft vorantreibt. Das ist gelebte und proaktive Sozialpolitik, die direkt bei den Menschen ankommt.“
Im Rahmen des „DigitalPakt Alter“ bringt die Stadt Rosbach ihre Praxiserfahrung nun auf Bundesebene ein. Den Auftakt bildete eine Innovationswerkstatt in Erfurt, an der Marion Hallwirth teilnahm. Gemeinsam mit anderen Kommunen, Bildungsträgern und Partnern des ‚DigitalPakt Alter‘ wurden Konzepte entwickelt, um tragfähige Strukturen für digitale Seniorenangebote zu schaffen, von denen zukünftig Städte und Gemeinden in ganz Deutschland profitieren sollen. „In einem intensiven Austausch haben wir gemeinsam erste Lösungen erarbeitet, wie digitale Teilhabe strategisch verankert, koordiniert und langfristig gesichert werden kann. In Online-Arbeitsgruppen werden wir im kommenden Jahr weiter an den Konzepten feilen“, berichtete Hallwirth. Gleichzeitig profitiert Rosbach vom bundesweiten Austausch, neuen Ideen und der Vernetzung.
Das Herzstück des Rosbacher Erfolgsmodells sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. In monatlichen, offenen Gruppentreffs oder bei individuellen Terminen zu Hause unterstützen sie kostenlos und geduldig. Ob es darum geht, WhatsApp für die Kommunikation mit der Familie einzurichten, die Videotelefonie mit den Enkeln zu ermöglichen oder einfach nur zu zeigen, wie man mit dem Smartphone fotografiert – die Digitalen Helfer stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Diese digitale Unterstützung ist dabei ein zentraler Baustein einer umfassenden Seniorenpolitik in Rosbach v. d. Höhe. Sie ergänzt etablierte Angebote wie das ganzjährige Veranstaltungs- und Ausflugsprogramm, die wöchentlichen Treffs im „Haus der Begegnung“, den von Ehrenamtlichen betriebenen Bürgerbus für mehr Mobilität und die konkreten Beratungsangebote durch den Gemeindepfleger, Jirko Rininsland.
„Unsere Kommune wurde als Pilotkommune ausgewählt, weil wir uns bereits seit Jahren intensiv für die Belange älterer Menschen einsetzen und digitale Teilhabe als Teil kommunaler Daseinsvorsorge verstehen. Nun gestalten wir im Rahmen des ‚DigitalPakt Alter‘ aktiv neue Konzepte mit, die perspektivisch auch für andere Kommunen nutzbar sein sollen“, sagte Sebastian Briel, der Leiter der Stabsstelle des Bürgermeisters.
Die Stadt Rosbach v. d. Höhe wird die gewonnenen Impulse nutzen, um die erfolgreiche Arbeit der „Digitalen Helfer“ weiter zu stärken und die digitale Teilhabe für ältere Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu gestalten.