Vorsicht beim Baden!
Im Sommer sind viele Seen in Deutschland mit Blaualgen belastet. Das bedeutet: Badewarnung oder sogar Badeverbot. Doch warum eigentlich? Wir haben die wichtigsten Informationen zu Blaualgen für Sie zusammengetragen.
Blaualgen sind im eigentlichen Sinne gar keine Algen, sondern sogenannte Cyanobakterien. Einige von ihnen enthalten einen grün-blauen Farbstoff, der ihnen umgangssprachlich den Namen "Blaualgen" verliehen hat. Langanhaltend hohe Temperaturen, viel Sonnenschein und wenig Wind fördern das Algenwachstum. Kommen dann noch Nährstoffe aus landwirtschaftlicher Düngung in die Gewässer, kann das zu einer Massenentwicklung der Blaualgen führen. Dann kann das gesamte Gewässer von den Algen befallen werden.
Blaualgen produzieren Gifte. Bei normaler Konzentration sind sie keine Gefahr für Mensch und Tier. Bei hohen Temperaturen vermehren sich die Blaualgen aber explosionsartig im Wasser. Dann sind sie schädlich für Organismen und können zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot oder Hautreizungen führen.
Wenn ein Gewässer:
| • | grünlich oder bläulich-grün gefärbt wirkt, |
| • | Schlierenbildung oder Algenteppiche zu sehen sind, |
| • | eine wolkenartige Verteilung im Wasser zu sehen ist, |
| • | tote Fische an der Wasseroberfläche treiben, |
| • | wenn Sie beim knietiefen Stehen im Wasser kaum mehr Ihre Füße sehen, |
wird vom Baden im Gewässer abgeraten. Es kann sich hierbei zwar auch um harmlose Grünalgen handeln. Eine spezifische Bestimmung ist aber nur im Labor möglich. Daher gilt vor einem Bad im nächsten See: möglichst schon im Vorfeld Informationen über mögliche Belastungen einholen und lieber eine offizielle Badestelle aufsuchen. Ein glasklarer See hat meist eine gute Wasserqualität.
Fortsetzung folgt!