Vorsicht beim Baden
An ausgewiesenen Badestellen wird die Qualität der Gewässer regelmäßig überprüft. Auf der Deutschlandkarte des Umweltbundesamts können Sie sich über die Wasserqualität an ausgewiesenen Badestellen informieren. Das Umweltbundesamt hat im Jahr 2025 2.291 deutsche Badegewässer untersucht. Davon erfüllten 98 Prozent die EU-Richtlinie.
Gewässer, die nicht als Badegewässer ausgewiesen sind, werden jedoch meist nicht untersucht. Sie können neben Blaualgen auch mit weiteren Schadstoffen belastet sein. Vorsicht ist auch an den meisten Flüssen geboten. Gülle-Einträge aus der Landwirtschaft belasten unsere Seen und Flüsse. Viele Unternehmen und Kläranlagen leiten ihr Abwasser ein. Die oft hohe Belastung mit Keimen ist ein guter Grund, auf ein Bad im Fluss besser zu verzichten.
Achten Sie darauf, ob Sie ein Verbotsschild am See sehen. Falls ja, sollten Sie das unbedingt beachten und sich einen anderen See suchen. Die Gründe, warum Baden im See verboten ist, können unterschiedlich sein: Viel Schiffsverkehr, saisonale Laichplätze bestimmter Fischarten, Schutz der Natur, Wasserstand oder Blaualgen.
Fische und Pflanzen sind empfindlicher als Menschen. Oft ist die Badequalität ausgezeichnet, aber das Ökosystem des Sees ist trotzdem nicht gesund. Typische Fische und Pflanzen finden in den Seen oft keinen Lebensraum mehr.
Zu viele Nährstoffe und hohe Temperaturen bringen den See aus dem ökologischen Gleichgewicht. Das stresst Fische, die daran sogar sterben können. Ein Überschuss von Nährstoffen kann sogar so weit gehen, dass dem See jeglicher Sauerstoff entzogen wird. Dann "kippt" der See und alles stirbt ab.