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Rosbacher Nachrichten
Ausgabe 38/2026
Seite 5-Wichtige Informationen aus dem Rathaus
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Stadtverordnetenversammlung beschließt nächste Schritte für Sporthalle Eisenkrain – Einstimmiges Votum und klarer Fahrplan

Die Stadtverordnetenversammlung hat am 08.09.2026 einstimmig die Vorplanung für die neue Drei-Feld-Sporthalle Eisenkrain sowie weitere Planungen und Zusatzmaßnahmen freigegeben. Zugleich wurden Prüfaufträge zur soliden Finanzierung und zu möglichen Kostenreduktionen beschlossen.

Mit dem Beschluss schafft die Stadt Rosbach v. d. Höhe die planerische Grundlage für den Ersatzneubau – das größte öffentliche Investitionsvorhaben in Rosbach. Das Gremium folgte der Vorlage des Magistrats und gab die Vorplanung für die Sporthalle mit bereinigten Gesamtherstellungskosten von rund 18,6 Mio. Euro brutto frei.

Ebenfalls beschlossen wurden die Planungen für den Parkplatz und die Erschließung der Halle mit rund 1,1 Mio. Euro brutto, die erforderliche Entwässerung der Gesamtanlage mit rund 200.000 Euro brutto sowie die Gestaltung der Freianlagen mit rund 595.000 Euro brutto.

Bürgermeister Steffen Maar: „Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft des Sports in Rosbach. Mit diesem einstimmigen Votum schaffen wir die Grundlage für eine moderne und barrierefreie Sporthalle, die unserem lebendigen Vereinssport verlässliche Kapazitäten für die Zukunft bietet. Mein Dank gilt allen, die in den Gremien und in den Projektteams sachlich, sorgfältig und lösungsorientiert gearbeitet haben.“

Der Beschluss sieht vor, in Anlehnung an das Vorgehen anderer Kommunen ein Konzept zur Eigenbeteiligung von Sportvereinen an Betriebs-, Pflege- und Unterhaltungskosten stadteigener Sportstätten zu erarbeiten sowie die Einführung einer moderaten, verursachungsgerechten Sportstättengebühr zu prüfen. Zudem wird geprüft, ob die Sporthalle als wirtschaftlicher Betrieb geführt werden kann, um eine Vorsteuererstattung zu ermöglichen. Um diese Modelle sorgfältig und fair zu gestalten, wird die Stadt frühzeitig einen strukturierten Austausch mit den betroffenen Vereinen beginnen.

Die Finanzierung dieses Projekts stellt die Stadt vor eine große finanzielle Herausforderung. Ein großer Teil der Investitionskosten wird über Kredite finanziert werden müssen. Daraus ergeben sich eine jährliche Zins- und Tilgungsbelastung sowie Abschreibungen, die im Haushalt dauerhaft erwirtschaftet und gedeckt werden müssen, damit der Haushalt ausgeglichen bleibt. Um dies zu erreichen, werden alle geeigneten Instrumente geprüft – von Einsparpotenzialen über Förder- und Drittmittel bis hin zur möglichen Anpassung städtischer Steuern als letztes Mittel, falls die anderen Maßnahmen nicht ausreichen. Ziel ist eine solide, planbare und für die Stadt tragfähige Lösung. „Die kommenden Jahre werden vom Fokus auf dieses Projekt geprägt sein. Dabei gilt: Wir halten an der Haushaltsdisziplin fest, damit die Stadt dauerhaft handlungsfähig bleibt“, betonte Steffen Maar.

Die neue Infrastruktur soll die Attraktivität Rosbachs als Wohnort erhöhen und den Vereinssport als Ort der Begegnung stärken. „Sie stärkt das Ehrenamt und den Zusammenhalt vieler Generationen. Davon profitieren Kinder, Familien und Seniorinnen und Senioren gleichermaßen“, sagte Maar. Das Thema Lärmschutz ist Teil der Gesamtplanung. Ebenso achtet die Stadt auf eine kompakte, energieeffiziente Bauweise und eine ressourcenschonende Umsetzung.

Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines übergreifenden Masterplans. Durch das Vorziehen einzelner sinnvoller Bausteine (etwa barrierefreie Zugänge und Treppenanlagen) werden Doppelkosten vermieden und Bauabläufe mit Entwässerung und Erschließung koordiniert. „Der Zeitplan wird auf Basis der beschlossenen Vorlagen schrittweise konkretisiert; wir werden ihn im weiteren Planungsverlauf kontinuierlich fortschreiben“, erklärte die Leiterin des Fachbereichs Baumanagement, Anja Föh-Warzecha. Vorgesehen ist mit der Bauausführung Ende 2027 zu starten.

Mit dem einstimmigen Beschluss schafft die Stadtverordnetenversammlung Klarheit für die nächsten Arbeitsschritte. Die Stadt wird fortlaufend über den weiteren Verlauf des Projekts in den Gremien sowie auf ihren städtischen Kanälen informieren.