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Rosbacher Nachrichten
Ausgabe 8/2023
Amtliche Bekanntmachungen
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Niederschrift über die 18. öffentliche Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses

Sitzungstermin:

Dienstag, 17.01.2023, 20:00 Uhr

Raum, Ort:

Adolf-Reichwein-Halle, Bei den Junkergärten 2, Saal

Sitzungsbeginn:

20:00 Uhr

Sitzungsende:

21:32 Uhr

Anwesenheit

Anwesende:

Vorsitz

Herr Walter Horz - STIMME

Mitglieder

Frau Kirsten Salein - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vertretung für: Frau Michaela Bergmann

Herr Dr. Philipp Gerlach - CDU

Vertretung für: Herrn Marco See

Herr Alexander von Griesheim - CDU

Frau Elke Sommermeyer - FDP

Herr Walter Soff - FWG

Herr Dr. Hans-Peter Rathjens - SPD

Vertretung für: Herrn Wolfgang Lingenau

Magistrat

Herr Bürgermeister Steffen Maar - parteilos

Verwaltung

Herr Nils Altvater -

Ricarda Gund -

Schriftführerin

Herr Volker Stuhl -

Nicht Anwesende:

Mitglieder

Frau Michaela Bergmann - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

entschuldigt

Herr Marco See - CDU

entschuldigt

Herr Wolfgang Lingenau - SPD

entschuldigt

Herr Wolfgang Lingenau - SPD

entschuldigt

Tagesordnung

Öffentlicher Teil:

1

Eröffnung der Sitzung

2

Genehmigung des Protokolls

3

Mitteilungen

3.1

Klimaschutzkonzept: Jahresbericht 2022

3.2

Errichtung einer Kindertagespflegeeinrichtung in der Nieder-Wöllstädter Straße 28

4

Bauleitplanung der Stadt Rosbach v.d.HöheErweiterungen von Gewerbeflächen im Stadtteil Ober-Rosbach

1. Antrag auf Zielabweichung vom Regionalplan Südhessen (2010) gemäß § 8 Abs. 2 Hessisches Landesplanungsgesetz (HLPG) 2012

2. Antrag auf Änderung des Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP)

5

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen FDP und STIMME vom 17.11.2022

Gewerbegebiet Südumgehung OST: Bewerbung der Klarsichtverpackung GmbH

6

Ergänzungsantrag der Fraktion FDP vom 13.12.2022, KiTa Rodheim Neubau- Abschluss der Entwurfsplanung, Zisterne für die Bewässerung des Außengeländes

7

Verschiedenes

Protokoll

Öffentlicher Teil:

1 .

Eröffnung der Sitzung

Der Vorsitzende des Umwelt- und Planungsausschusses Herr Horz, eröffnet die Sitzung um 20:00 Uhr und begrüßt alle Anwesenden recht herzlich.

Er stellt fest, dass form- und fristgerecht eingeladen wurde und das Gremium beschlussfähig ist. Die heutige 18. Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses findet zusammen mit der 18. Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses statt.

2 .

Genehmigung des Protokolls

Das Protokolle der 16. Sitzung am 22.11.2022 wird genehmigt. Das Protokoll der 17. Sitzung am 29.11.2022 des Umwelt- und Planungsausschusses wird mit der Ergänzung genehmigt, dass Frau Karschny aufgrund ihres Wortbeitrages in der Anwesenheitsliste eingetragen werden soll.

3.

Mitteilungen

3.1.

Klimaschutzkonzept: Jahresbericht 2022

Herr Maar weist auf die Mitteilungsvorlage zum Jahresbericht des Klimaschutzkonzeptes hin. Herr Soff kritisiert, dass im Jahresbericht erwähnt ist, dass die Erstellung eines Leerstandskatskatasters als nicht notwendig erachtet wird. Zumindest der Stadtteil Rodheim verfüge seines Wissens nach über eine zweistellige Anzahl an Leerständen.

3.2.

Errichtung einer Kindertagespflegeeinrichtung in der Nieder-Wöllstädter Straße 28

Herr Maar erklärt den Sachverhalt anhand der Mitteilungsvorlage. Da die ehemalige KITA in der Brüder-Grimm-Straße 2 als Notunterkunft für Flüchtlinge durch den Wetteraukreis verwendet werden soll, können die bereits gefassten Beschlüsse, dass in dem ehemaligen KITA-Gebäude gemeinsam mit der Diakonie Wetterau eine Kindertagespflegeeinrichtung eingerichtet werden soll, nicht umgesetzt werden.

Alternative Räumlichkeiten für eine Kindertagespflege sollen nun in der Nieder-Wöllstädter Straße 28 (Stadtteil Rodheim) zum 01.02.2023 angemietet werden.

Herr Soff regt an, die Stellplatzsituation abzuklären, um zu vermeiden, dass Eltern beim Bringen und Abholen der Kinder die privaten Einfahrten der umliegenden Grundstücke zuparken.

4 .

Bauleitplanung der Stadt Rosbach v.d.Höhe

Erweiterungen von Gewerbeflächen im Stadtteil Ober-Rosbach

1. Antrag auf Zielabweichung vom Regionalplan Südhessen (2010) gemäß § 8 Abs. 2 Hessisches Landesplanungsgesetz (HLPG) 2012

2. Antrag auf Änderung des Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP)

Herr Stuhl stellt das Thema im Rahmen einer Präsentation vor. Das Gewerbegebiet „Südum-gehung Ost“ wurde bereits in zwei Bauabschnitten entwickelt. Als letzter Schritt steht die Ent-wicklung des 9 ha großen 3. Bauabschnittes an. Hierzu muss zunächst der regionale Flä-chennutzungsplan geändert werden. Die Beanspruchung des Vorranggebietes für Landwirt-schaft durch die Gewerbefläche ist laut Beantwortung der „Landesplanerischen Anfrage“ der Stadt durch das Regierungspräsidium Darmstadt vom 23. Dezember 2020 (siehe Anlage 2) regionalplanerisch raumbedeutsam. Damit ist die vorgeschlagene Maßnahme nicht an die Ziele der Raumordnung angepasst und die Durchführung eines Zielabweichungsverfahrens gem. § 8 HLPG erforderlich. Herr Stuhl geht auf die Empfehlungen des Stadtentwicklungskon-zepts, den aktuellen Stand des regionalen Flächennutzungsplans sowie mögliche Kompensa-tionsflächen ein. Zuletzt erklärt er den Verfahrensablauf.

Herr Lingnau fragt, weshalb als Kompensationsfläche eine geplante Gewerbefläche an der Sang zurückgegeben werden soll, aber im Gegenzug der 3. Bauabschnitt des Gewerbegebie-tes in der Nähe des zukünftigen Wohngebietes Obergärten II geschaffen wird. Herr Stuhl er-klärt, dass das stadtplanerische Ziel, westlich der B455 in Ober-Rosbach hauptsächlich Woh-nen und östlich der B455 Gewerbe als Nutzungsart vorzusehen, eingehalten wird. Außerdem ist die Infrastruktur (bspw. breite Straßen) für die Gewerbegebietserweiterung am vorgesehe-nen Ort bereits vorhanden und es entsteht somit keine Lärmbelästigung in Wohngebieten bei der Durchfahrt von LKWs. Zudem ist es möglich, durch die Vorgaben eines eingeschränkten Gewerbegebietes oder eines urbanen Gebietes stadtplanerisch einen geeigneten Übergang in das zukünftige Wohngebiet zu schaffen. Herr Kurth und Herr Soff erachten die Kompensati-onsfläche im Vergleich der zu beanspruchenden Fläche für die Gewerbegebietserweiterung

als zu gering. Herr Maar und Herr Stuhl erklären, dass Flächen nach und nach im Verhand-lungsprozess angeboten werden sollten, um nicht zu viele Flächen auf einmal abgeben zu müssen. Als Beispiel für eine weitere Kompensationsfläche wird das Gebiet „Rothgärten“ ge-nannt. Herr Stuhl erläutert weiterhin, dass für die Kosten der zu erstellenden städtischen Gut-achten (Natur und Verkehr) mit Kosten von ca. 25.000 € zu rechnen ist. Den zeitlichen Rah-men für das Verfahren schätzt er auf 1,5 Jahre. Auf die Frage von Herrn von Griesheim, ob es beim Flächenerwerb Konflikte mit den Landwirten gab, antwortet Herr Stuhl, dass durch die Stadt angebotene Tauschflächen sowie Pachtflächen von den Landwirten angenommen wur-den. Herr Dr. Gerlach regt an, dass weitere gleichwertige Kompensationsflächen in Betracht gezogen werden sollen. Frau Salein regt an, dass keine Funktionsentmischung stattfinden soll und schlägt unter anderem Erholungsecken im Gebiet für Mitarbeiter der Gewerbebetriebe vor. Die Frage von Herr Dr. Rathjens, ob die Regionalversammlung hier die endgültige Ent-scheidung trifft, bejaht Herr Stuhl und erklärt zudem, dass die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium den Beschluss vorbereitet.

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rosbach vor der Höhe beschließt:

(1)

Beim Regierungspräsidium Darmstadt einen Antrag auf Zielabweichung vom Regionalplan Südhessen (RPS) gemäß § 8 Abs. 2 HLPG für die Erweiterungen von Gewerbeflächen im Stadtteil Ober-Rosbach im Bereich ‚Südumgehung Ost‘ zu stellen.

Der Geltungsbereich für das Zielabweichungsverfahren wird durch das Gewerbegebiet „Südumgehung Ost 2.Bauabschnitt“, die K11 (Südumgehung) sowie durch die Bahngleise begrenzt.

Zur Kompensation der Inanspruchnahme, der dem Vorranggebiet für Landwirtschaft und regionaler Grünzug zugehörigen Fläche (ca. 9 ha), soll die Rückgabe einer südlich des neuen Wohn-Baugebietes „Die Sang“ gelegenen Fläche (ca. 2,5 ha) für Gewerbe erfolgen. Für die verbleibende Fläche von ca. 6,5 ha soll ein Antrag auf Verzicht vom Flächenausgleich gestellt werden

(2)

Nach einem positiven Zielabweichungsbescheid die Änderung des Regionalen Flächennutzungsplanes 2010 beim Regionalverband FrankfurtRheinMain im gleichen Geltungsbereich zu beantragen.

Abstimmungsergebnis:

3 ja

1 nein

3 Enthaltungen

Dem Beschlussvorschlag wird zugestimmt.

5.

Gemeinsamer Antrag der Fraktionen FDP und STIMME vom 17.11.2022

Gewerbegebiet Südumgehung OST: Bewerbung der Klarsichtverpackung GmbH

Die Geschwister Lehner stellen ihr Unternehmen Klarsichtpackung GmbH im Rahmen einer Präsentation vor. Hierbei gehen sie unter anderem auf die Firmengeschichte, das Organigramm, den jährlichen Umsatz und das angebotene Sortiment ein. Zudem präsentieren sie einen Entwurf für den Bau ihres Firmensitzes in Rosbach. Außerdem planen sie eine für die Öffentlichkeit zugängliche Kletterwand am Gebäude und die Einrichtung von öffentlich zugänglichen E-Ladestationen außerhalb der Öffnungszeiten.

Die Frage von Herr Lingnau, welcher Anteil des Produktportfolios aus recycelten oder nachwachsenden Rohstoffen besteht, beantworten die Geschwister, in dem sie erklären, dass 90 % des Gesamtumsatzes durch solche Produkte erreicht werden. Die Produkte werden global bezogen, jedoch werden hauptsächlich europäische Lieferanten beauftragt. Außerdem erklären sie, dass am Tag mit sechs bis acht großen LKWs zu rechnen ist. Aufgrund der Betriebszeiten werden diese jedoch nur von 7 bis 16 Uhr entladen. Die Lagerfläche des jetzigen Standortes in Hofheim vergrößert sich von 5.500 m² auf geplante 6.500 m² in Rosbach, da am neuen Standort ein anderes Lagersystem verwendet werden soll. Aufgrund der geplanten Gebäudehöhe von 12 m können hier mehr Produkte gelagert werden. Bezüglich der Grüngestaltung der Freiflächen zeigen sich die Geschwister offen für Vorschläge. Die Frage, ob die Erhöhung der Anzahl an Azubi-

stellen am neuen Standort geplant ist, bejaht Frau Lehner. Das neue Gebäude umfasst eine Kapazität von 60 Mitarbeitern. Entsprechende Stellplätze sind geplant.

6.

Ergänzungsantrag der Fraktion FDP vom 13.12.2022, KiTa Rodheim Neubau- Abschluss der Entwurfsplanung, Zisterne für die Bewässerung des Außengeländes

Herr Jacobi erläutert, weshalb er es als sinnvoll erachtet eine Zisterne für die Bewässerung des Außengeländes einzubauen. Herr Maar erklärt, dass die mögliche Zisternengröße bereits durch die Verwaltung beim Planungsbüro angefragt wurde. Auch die Verwaltung erachte dies als sinnvoll. Auf die Frage, wie das gewonnene Regenwasser verwendet werden soll, wird vorgeschlagen, neben dem Kita-Außenanalage auch das städtische Grün zu bewässern. Außerdem wird vorgeschlagen zu prüfen, ob das Wasser direkt an die Wurzeln der gepflanzten Bäume geleitet werden kann, statt eine Oberflächenbewässerung durchzuführen. Außerdem wird eine Wasserabgabe an die Öffentlichkeit vorgeschlagen.

Abstimmungsergebnis:

Dem Ergänzungsantrag wird einstimmig zugestimmt.

7.

Verschiedenes

Herr Horz schließt die Sitzung um 21:37 Uhr.

Rosbach v.d. Höhe, den 02.02.2023

gez.: Walter Horz

gez.: Ricarda Gund

Ausschussvorsitzender

Schriftführung