Innenminister Reinhold Jost richtete Grußworte an die Versammlung
Vorstellung der Jahresstatistik 2025 der Feuerwehren im Landkreis Neunkirchen durch den Kreisbrandinspekteur
Christian Holz, Mitglied des Löschbezirks Eppelborn und Stellv. Schulleiter der Landesfeuerwehrschule bei seinem Vortrag
Eröffnung der Führungskräftetagung durch Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack
Mehr als 120 Führungskräfte der Feuerwehren des Landkreises Neunkirchen sowie zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Hilfsorganisationen kamen am gestrigen Samstag im Kuppelsaal des Rathauses Wemmetsweiler zusammen. Anlass war die Tagung der Feuerwehrführungskräfte sowie der Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter der Städte und Gemeinden des Landkreises Neunkirchen – ein wichtiges Event, bei dem aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven des Bevölkerungsschutzes im Mittelpunkt standen.
Bereits beim Blick in den gut gefüllten Saal wurde deutlich: Die Sicherheit der Menschen im Landkreis ist Teamarbeit.
Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack begrüßte eine Vielzahl an Ehrengästen aus Politik, Sicherheitsbehörden und Feuerwehrorganisationen.
Darüber hinaus nahmen Fachberater verschiedener Hilfsorganisationen teil, darunter THW, KVK, Malteser, DLRG, DRK sowie PSNV. Ihre Anwesenheit unterstrich eindrucksvoll, wie eng die Zusammenarbeit der Organisationen im Bevölkerungsschutz verzahnt ist.
Ein erster zentraler Programmpunkt war der Bericht des Kreisbrandinspekteurs, der anhand umfangreicher Statistiken einen Überblick über das Einsatzgeschehen des Jahres 2025 gab.
Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, welche enorme Leistung die Feuerwehrangehörigen im Landkreis täglich erbringen – rund um die Uhr, ehrenamtlich und mit großem Engagement. Brände, technische Hilfeleistungen, Unwettereinsätze und medizinische Notfälle prägen den Alltag der Feuerwehren.
Der Bericht machte aber auch deutlich: Die Anforderungen an die Einsatzkräfte steigen kontinuierlich. Umso wichtiger sind eine gute Ausbildung, moderne Ausstattung und eine starke Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Der Leiter der Kreispolizeibehörde Alexander Koch beleuchtete in seinem Vortrag die Herausforderungen im Bevölkerungsschutz und die Bedeutung einer engen Abstimmung zwischen Zivilschutz, Feuerwehr und weiteren Einsatzorganisationen. Außerdem gab er einen Überblick über aktuelle Anschaffungen im Landkreis.
Ein besonders aktuelles Thema griff Thomas Jager, Bereichsleiter der Stadtwerke Saarbrücken und Kreisbrandinspekteur des Landkreises Merzig-Wadern, auf: Brownout-Szenarien. Dabei ging es um mögliche kontrollierte Stromabschaltungen und deren Auswirkungen auf kritische Infrastruktur, Einsatzorganisationen und Bevölkerung.
Christian Holz von der Landesfeuerwehrschule erläuterte die neue Verwaltungsvorschrift zum Bedarfs- und Entwicklungsplan, die Kommunen bei der strategischen Planung ihrer Feuerwehren unterstützt.
Kreisbrandmeister Sascha Cattarius informierte über den aktuellen Stand der Unterstützungseinheiten im Landkreis, während Mario Laux, stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Illingen, ein neues Ausbildungskonzept für Vegetationsbrände vorstellte. Angesichts zunehmender Trockenperioden gewinnt dieses Thema auch im Saarland zunehmend an Bedeutung.
Ein weiterer Beitrag widmete sich der Funkkommunikation im Einsatz, präsentiert durch den Kreisfunkbeauftragten des Landkreises Neunkirchen.
Diese Auszeichnungen würdigen langjährige Verdienste und besonderes Engagement für das Feuerwehrwesen – stellvertretend für viele engagierte Einsatzkräfte im Landkreis.
Eine besondere Initiative stellte der Kreisfeuerwehrverband Neunkirchen vor. Für alle Erstausrücker im Landkreis wurden Grisu-Stofftiere angeschafft.
Diese kleinen Plüschtiere sollen künftig bei Einsätzen mit Kindern übergeben werden, als Trostspender in schwierigen Momenten.
Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Horst Malter überreichte die Stofftiere symbolisch an Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack. Eine kleine Geste mit großer Wirkung, die zeigt: Feuerwehr bedeutet nicht nur technische Hilfe, sondern auch Menschlichkeit und Mitgefühl.
Die Tagung machte deutlich, wie wichtig der regelmäßige Austausch zwischen Feuerwehr, Politik, Verwaltung und Hilfsorganisationen ist. Nur gemeinsam können die Herausforderungen der Zukunft bewältigt werden.
Und dafür arbeiten jeden Tag zahlreiche ehrenamtliche Feuerwehrangehörige mit großem Engagement, Fachwissen und Teamgeist.
(Text: Andreas Kuhn, Pressesprecher der Feuerwehren des Landkreises Neunkirchen)