Der NABU Unteres Illtal half in diesem Jahr in Illingen dem Müll zu Leibe zu rücken
Mehr und mehr verwahrlosen ehemalig gehegte und gepflegte Wochenendgrundstücke. Gebäude und Schuppen verfallen, Unrat, Altreifen, Eternit und Müll sammeln sich an. Ein Problem-zu groß für Picobello. Hier sollten die Kommunen an die Eigentümer herantreten und für Abhilfe sorgen. Auch als Ausgleichsmaßnahmen könnten solche Renaturierungen dienen.
Alle Jahre wieder: Picobello-vielerorts war auch der NABU mit dabei. Dank an alle Helfer und Helferinnen
Doch wo kommt der viele Dreck nur her? Mensch hat das Gefühl, dass innerorts und außerorts die Vermüllung unserer Umwelt stetig zunimmt. Dosen, Schnapsflaschen, Tüten aller Art, Kippen, Altreifen, Fastfood-Verpackungen etc. füllen schnell die Sammelbeutel. Doch das Problem wächst und wächst und ist allein durch gut gemeinte Picobello-Aktionen nicht zu beseitigen.
Zukunftsaufgabe: Plastikmüll im Wald
Leider trägt der Forst mit seinem hunderttausendfachen Eintrag von Plastikhülsen in den Wald als sogenannte Wuchshilfen für Jungbäumchen zu einem ästhetisch fragwürdigen Landschaftsbild bei. Plastikhüllen müssten nach Jahren eingesammelt und entsorgt werden. Viele werden vergessen, sind überwuchert, umgefallen und nicht mehr auffindbar. Sie zerbröseln, zerfallen zu Mikroplastik und Würmer ziehen Kleinstteile in den Boden. Ein wachsendes Zukunftsproblem.
Luftballons: Müll entsteht schon im Kleinen
Tausende von Luftballons fliegen an Geburtstagen, Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten gen Himmel. Die Mehrzahl landet über kurz oder lang als Müll in Hecken, Bäumen und auf Feldern oder in Gewässern. Tiere halten Ballonreste oft für Nahrung, was zu verstopften Verdauungstrakten und qualvollem Verhungern führen kann. Auch als „biologisch abbaubar“ vermarktete Latexballons verrotten nur langsam und können über Monate oder Jahre Schaden anrichten.
Steigende Zahl vergammelter Wochenendgrundstücke
Aber zunehmend finden sich in der freien Landschaft auch "vergessene", vergammelte, vermüllte Wochenendgrundstücke. Dies überfordert die Picobello-Akteure. Es wäre Aufgabe der Gemeinde, die Eigentümer zu ermitteln und eine Entmüllung der Grundstücke einzufordern. Gerade weil das Saarland auf Wandertourismus setzt, besteht hier Handlungsbedarf.