Verwilderte ehemalig als sogenanntes Wochenendgrundstück genutzte Flächen lassen sich sinnvoll renaturieren.
Wenn solche Flächen geräumt werden, haben Natur und Mensch gleichermaßen einen Nutzen.
Fünfzig Bauplätze mit 100 Wohneinheiten bei Leerstand und abbruchreifen Altbauten
Sollte das 3,6 ha große Baugebiet auf dem Rotenberg tatsächlich realisiert werden, so ist dieser Eingriff in die Natur auszugleichen. In der 1.850 ha großen Fläche der Gemeinde Eppelborn ist nach Aussage der „Gutachter“ kein Platz mehr für eine naturschutzrechtlich erforderliche und naturschutzfachlich sinnvolle Ausgleichsmaßnahme.
Keine neue Ausgleichs-Obstwiese um die sich niemand kümmert
Daher weichen die Planer auf eine 12 Kilometer Luftlinie entfernte Fläche in der Gemeinde Heusweiler aus. Dort soll auf m² Ackerfläche eine Streuobstwiese angelegt werden. Solche Verlegenheitsanpflanzungen von Obstbäumen, um die sich schon nach wenigen Jahren niemand mehr kümmert, nützen weder Natur noch Mensch.
Die Alternative: vergammelte Wochenendgrundstücke renaturieren
Daher schlägt der NABU vor, einige der Dutzenden verwahrlosten Wochenendgrundstücke, die sich im Gemeindegebiet von Eppelborn befinden, von dem Projektentwickler renaturieren zu lassen. Naturfremde Bepflanzung, Müll, Eternit, eingefallene Häuschen, Altreifen etc. sollten entfernt und die Fläche der Natur zur Sukzession zurückgegeben werden. Die Eigentümer der Flächen sind zu ermitteln, und die Renaturierung ist selbstverständlich mit ihnen abzustimmen. Damit erfährt unsere Landschaft optisch eine erhebliche Verbesserung, und die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes wird gestärkt.