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Das Nachrichtenblatt Eppelborn
Ausgabe 33/2026
Aus unserer Gemeinde
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NABU Unteres Illtal

Wipfeldürre in den Kronen vieler Waldbäume stellt eine ernsthafte Gefahr durch abstürzendes Totholz dar. Der Klimawandel sorgt in vielen Bereichen für bitterböse Überraschungen. Klimaresilienz darf nicht nur ein Modewort bleiben.

Schäden am Stamm dieses ungepflegten Rotdorns geben ihm keine Chance zum Baum heranzuwachsen. Schatten spenden und das Ortsbild prägen bleiben im versagt.

Es mangelt nicht an der Erkenntnis, was schiefläuft, sondern an der Bereitschaft, daran etwas zu ändern. Daher macht die Lokalpolitik des Weiter-so von Landschaftsverbrauch, Versiegelung und Entleerung der Ortskerne nicht die erforderliche Kehrtwende. Nur Entscheidungen von außen und Initiativen von Privaten und Vereinen sorgen für Lichtblicke in Eppelborn.

Bauen in der Starkregenabflussrinne gescheitert

Kaum im Amt (2019) sorgte der Bürgermeister für eine Fortschreibung des Flächennutzungsplans (FNP – zentrales Planungsinstrument einer Gemeinde). Ein fünfstelliger Betrag im oberen Segment – der genaue Betrag erfährt der Bürger nicht – wurde verausgabt. Ziel: weiteres Bauland trotz Haus- und Wohnraumleerstand. Und mit der Darstellung eines Sondergebietes sollte das Einkaufszentrum (EKZ) Hierscheider Graben vorbereitet werden. Letzteres ging schief, lehnte doch das Innenministerium dieses Ansinnen in einer Starkregenabflussrinne definitiv ab.

 

Flächennutzungsplan zweimal angepackt

2019 war schon absehbar, dass jede saarländische Gemeinde ihren FNP fortschreiben muss, um Flächen für Windräder zu bevorraten. Dieses Landesgesetz war in Vorbereitung. Und so kam es, dass Eppelborn eine zweite (2015) FNP-Fortschreibung in Sachen Wind auf den Weg bringen musste. Wiederum fallen Ausgaben im fünfstelligen Bereich an. Geld, das wir nicht haben. Einer Bündelung der beiden Änderungsverfahren stand der kurzsichtige Wunsch nach dem EKZ Hierscheider Graben im Wege. Daher: doppeltes Verfahren, unnötige Kosten. Der erste Schnellschuss des neuen Amtsinhabers war teuer blieb allerdings bis dato folgenlos.

Eppelborn entgrünt, Naherholung kein Thema

In Sachen Bäumesterben – großflächig im Wald und von Einzelexemplaren im Dorf – erwachsen keine Initiativen. Lediglich der Grenzsteinwanderweg wurde wegen Astbruch von Totholz aus Baumkronen gesperrt. Weitere Wanderwege werden diesem Schicksal folgen. Schon jetzt fehlt an Panoramaweg, Kapellenweg, Gemeinderundwanderweg u. a. vielfach die Markierung. Bänke sind Mangelware. Auch hier dank Privatinitiativen ein paar Lichtblicke. Dafür präsentiert sich der Parkplatz am Güterbahnhof bald gänzlich baumlos. Ein Durchgrünungskonzept für den Ortskern bleibt man schuldig.

 

Umwelt-, Klima- und Naturschutz weitgehend ohne Lobby

Wo liegen eigentlich die Prioritäten in Eppelborns Kommunalpolitik? Wohl nicht im Bereich Umwelt-, Klima- und Naturschutz. Ob sich das ändert und „Eppelborn wird besser“ – wie es mehr hoffnungsfroh als die Realität abbildend auf Facebook steht?

Eine gute Nachricht noch zum Schluss

Das Vorinteresse an Bauplätzen auf dem Rotenberg (36.000 m² Landschaftsverbrauch) ist mehr als bescheiden. Die Notwendigkeit eines schwimmbadgroßen Regenrückhaltebeckens, die Vorgaben eines fast 1000 m langen Starkregenabfanggrabens und die umstrittenen Naturschutzauflagen treiben die Kosten und den Planungsärger in die Höhe. Das Projekt steht auf der Kippe, die Chancen für Naturerhalt und Hochwasserschutz also eher besser.