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Das Nachrichtenblatt Eppelborn
Ausgabe 5/2026
Aus unserer Gemeinde
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NABU Unteres Illtal

Tausendfacher Einsatz von Plastikhüllen in den Wäldern des Illtals

Umweltfreundliche Alternative aus Pappelholz

Wenig nachhaltig, unökologisch, unästhetisch - aber billig

Nadelwald, Laubwald, Mischwald, Plastikwald

Im Januar 2025 machte der Kahlschlag großer Waldflächen im Hosterwald/Illingen negative Schlagzeilen. Nun hat die Bepflanzung der Fläche mit jungen Laubbäumchen begonnen. Allerdings werden diese tausendfach in Plastikhüllen gesteckt. Die Hüllen sollen die Anpflanzung vor Wildverbiss schützen. Der NABU Unteres Illtal kritisiert diese wenig nachhaltige und unökologische Praxis aufs Schärfste, zumal es umweltverträgliche Alternativen gibt.

Das Plastik muss nach Jahren arbeitsintensiv (Kosten!) eingesammelt und teuer entsorgt werden. Zudem werden die Plastikhüllen tausendfach mit Kabelbinder fixiert, deren Einsammlung illusorisch scheint.

Wenn auch nur jede 100te Hülle infolge von Witterung zerbröselt, von Farn und Kraut überwuchert und unauffindbar ist, verbleiben saarlandweit durch diese Praxis zehntausende von Kunststoffresten im Wald.

Plastik in Grundwasser und Nahrungskette

Regenwürmer ziehen Plastikreste ins Erdreich, der Beginn in die Nahrungskette ist damit eingeleitet. Mikroplastik sickert zudem ins Grundwasser und wird bei der Trinkwassergewinnung ein kostenaufwendiges Problem.

Der Forst mahnt: Bürger soll sich umweltbewusst verhalten

Mehr als unglaubwürdig die Aktion des Forstes, der auf schicken Infotafeln die Bürger darüber informieren will, dass z. B. eine im Wald weggeworfene Bananenschale drei Jahre oder eine Chipstüte 80 Jahre bis zur ihrer Verrottung benötigen.