Tausendfacher Einsatz von Plastikhüllen in den Wäldern des Illtals
Umweltfreundliche Alternative aus Pappelholz
Im Januar 2025 machte der Kahlschlag großer Waldflächen im Hosterwald/Illingen negative Schlagzeilen. Nun hat die Bepflanzung der Fläche mit jungen Laubbäumchen begonnen. Allerdings werden diese tausendfach in Plastikhüllen gesteckt. Die Hüllen sollen die Anpflanzung vor Wildverbiss schützen. Der NABU Unteres Illtal kritisiert diese wenig nachhaltige und unökologische Praxis aufs Schärfste, zumal es umweltverträgliche Alternativen gibt.
Das Plastik muss nach Jahren arbeitsintensiv (Kosten!) eingesammelt und teuer entsorgt werden. Zudem werden die Plastikhüllen tausendfach mit Kabelbinder fixiert, deren Einsammlung illusorisch scheint.
Wenn auch nur jede 100te Hülle infolge von Witterung zerbröselt, von Farn und Kraut überwuchert und unauffindbar ist, verbleiben saarlandweit durch diese Praxis zehntausende von Kunststoffresten im Wald.
Regenwürmer ziehen Plastikreste ins Erdreich, der Beginn in die Nahrungskette ist damit eingeleitet. Mikroplastik sickert zudem ins Grundwasser und wird bei der Trinkwassergewinnung ein kostenaufwendiges Problem.
Mehr als unglaubwürdig die Aktion des Forstes, der auf schicken Infotafeln die Bürger darüber informieren will, dass z. B. eine im Wald weggeworfene Bananenschale drei Jahre oder eine Chipstüte 80 Jahre bis zur ihrer Verrottung benötigen.